Lösungen finden können wir: Das YES! steht im neuen Schulhalbjahr in den Startlöchern – trotz Covid-19 – digital, flexibel und unermüdlich

Liebe Lehrkräfte, liebe YES!-Community, liebe YES!-Interessierte,

mit Beginn des neuen Schuljahres startet die siebte Runde des YES! – Young Economic Summit. Voller Vorfreude möchten wir Ihnen regelmäßig über interessante Neuigkeiten des YES! informieren und von spannenden Geschichten rund um die Schulteams, den Forschenden und deren gemeinsamen Lösungsansätze berichten. So wird ab diesem Jahr die Lernplattform YES! Campus die Arbeitsprozesse für alle erleichtern. Außerdem startet das YES!, gefördert durch das BMBF, an der Schnittstelle von Ökonomie und MINT-Fächern für jüngere Schüler:innen durch.

Covid-19

Die Pandemie um Covid-19 hält die Welt nun schon seit knapp einem Jahr in Atem. Mit dem ersten Lockdown und den Schulschließungen Mitte März 2020 begann auch für das YES! – Young Economic Summit eine Zeit des Umdenkens. So mussten mitten im Prozess anfängliche Meetings (Kick-Off und Fachgespräche) und erste Vorbereitungen für die Regionalfinale flexibel umgedacht werden. Eine Herausforderung für alle Beteiligten und mit vielen Fragezeichen versehen. Aber eine Zeit des Aufgebens gab es nie.

Durch den Wegfall physischer Events konnte die neu entstehende Zeit in die Konzipierung eines rein digitalen Veranstaltungsformats investiert werden. Verschiedene Videokonferenztools wurden in enger Absprache mit dem Datenschutz der ZBW getestet und Workshops für digitale Veranstaltungen besucht. Aber vor allem wollten wir die Betreuung unserer Schulteams noch intensiver gestalten, damit auch in Zeiten eines eingeschränkten Schulbetriebs die Motivation bestehen bleibt, um weiterhin an den Themen der Forschungsinstitute zu arbeiten. Und auch dort haben wir eine große Welle der Unterstützung erfahren. Viele Forschende erklärten sich bereit, abseits der zwei festgelegten Termine des Kick-Offs und Fachgesprächs, mit den Schüler:innen über Recherchen, erste Lösungsideen und kleine Analysen via Videokonferenz zu diskutieren. Und auch wenn wir nicht jedes Team bis zum Regionalfinale mitreißen konnten, so waren die standhaftgebliebenen besonders motiviert und mit vollem Engagement dabei.

Begleitet von einer Moderation, vielen lustigen Pausenquizzes und hochrangigen Personen aus Wirtschaft, Politik, Gesellschaft und Wissenschaft wurden das Regional- und später das Bundesfinale auch digital bereichert. Besonders schön zu sehen war im Bundesfinale u.a. der Austausch der Schüler:innen mit dem Europäischen Kommissar für Umwelt Virginijus Sinkevičius zu Themen rund um Nachhaltigkeit. Er betonte, dass gerade das Engagement der Jugendlichen einen großen Anteil daran hat, weshalb die Kommission den „European Green Deal“ ins Leben gerufen hat. Die Teilnahme des Kommissars, aber auch vieler anderer hochrangiger Personen hat uns gezeigt, dass ein digitales Veranstaltungsformat auch viele Vorteile schaffen kann, sodass zukünftig ohne Angst, auch an hybride Modelle gedacht werden darf. Dennoch, und das umfasst das Fazit aller Beteiligten, ist es wünschenswert face-to-face Veranstaltungen zeitnah wieder durchzuführen, um das Netzwerkerlebnis zwischen Schüler:innen, Forschenden und Expert:innen intensiver zu ermöglichen.

Für noch mehr Informationen über unser digitales Format 2020 sind die folgenden Artikel lesenswert :
www.zbw-mediatalk.eu/de/2020/12/online-veranstaltungen-huerden-auf-dem-weg-ins-digitale-meistern-am-beispiel-des-yes-2020

www.zbw-mediatalk.eu/de/2020/10/der-yes-spirit-eine-junge-community-aktivieren-und-wissen-vermitteln

Gewinnerteam des YES! 2020

Das Team aus Dresden bestand aus drei Schülern: Simon Kurtenbach, Sebastian Mitte und Tim Schwarzbach; alle drei kommen aus Dresden und haben das Martin-Andersen-Nexö Gymnasium besucht. Mit ihrer Themenwahl für „Woher kommt die Kohle nach der Kohle? Strukturwandel in den ostdeutschen Braunkohlerevieren?“, welches die Forschenden vom ifo Institut aus Dresden begleitet hat, entstand die Lösungsidee „Lausitz with future?! – Your decision!“.

Im Folgenden erfahren Sie, wie das Team seine 341 Tage im YES! erlebt hat …

Ihr ward die Gewinner im YES! 2020. Ein ganz besonderes Jahr durch Covid-19 und komplett digital. Wie habt ihr ihr den YES! Prozess während des Lockdowns empfunden und wie konntet ihr euch motivieren, trotzdem an eurer Lösungsidee zu arbeiten? Wie habt ihr euch ausgetauscht und was waren eure Herausforderungen, aber auch positiven Momente?

Vor etwa einem Jahr haben wir die Entscheidung des YES!-Teams über unser Thema für den Wettbewerb per Mail erhalten. Seitdem ist viel passiert. 4 Tage, 3 Stunden, 22 Minuten und 28 Sekunden Videokonferenz netto per Skype allein innerhalb unserer Gruppe, dazu Gespräche mit 17 Verantwortlichen aus Politik und Gesellschaft, 176 gesendete und 202 empfangene E-Mails und zwei YES!-Summits auf Regional- und Bundesebene. 341 Tage nach unserer Anmeldung beim YES! – Young Economic Summit konnten wir uns dann schlussendlich Bundessieger nennen. Ob sich dieser Aufwand gelohnt hat, erzählen wir Euch in diesem Beitrag.

Warum haben wir überhaupt teilgenommen? Wir alle kennen diesen Typ von Aufgaben: „Ein Bauer kauft 50 Melonen zum Stückpreis von 16,73€. Welche Fellfarbe hat sein Hund, wenn sieben Tage nach dem Kauf Mittwoch ist?“ Geht es noch realitätsferner? Typisch Schule, oder? Ganz anders beim YES! Hier konnten wir uns mit wirklich relevanten Fragen aus dem echten Leben auseinandersetzen; in unserem Fall dem Strukturwandel in ehemaligen Braunkohleregionen. Und das ist es, was diesen Wettbewerb für uns so besonders und attraktiv gemacht hat.

Ausgehend von einigen lockeren aber trotzdem produktiven Gesprächen mit unseren wissenschaftlichen Betreuern vom ifo-Institut bei uns in Dresden haben wir unser Konzept mit Entscheidungsträgern aus Politik und Gesellschaft wie Land- und Bundestagsabgeordneten, Staats- und Bundesministerien oder lokalen Initiativen diskutiert. Und das ist auch schon die zweite große Chance, die man als YES!-Schulteam hat; man kann zahlreiche neue Kontakte knüpfen, die auch über den Wettbewerb hinaus hilfreich sind.

Natürlich war es in diesem von der Pandemie geprägten Jahr nicht immer so wie man es sich gewünscht hätte. Dadurch, dass alle Wettwerbe und Gespräche digital stattgefunden haben, musste der persönliche Austausch mit den anderen Teams und die Reise nach Berlin und Hamburg leider ausfallen. Aber so ist 2020 nun einmal gewesen und hoffentlich können wir bald zumindest einen Teil der Teams bei der Auszeichnungsveranstaltung im Bundeswirtschaftsministerium treffen.

Und zuletzt: wie ging es nach dem Finale bei euch weiter? Konntet ihr eure Ideen weiterverfolgen? Habt ihr noch relevante Stakeholder gesprochen, die euch bei der Umsetzung unterstützen? Was für Tipps könnt ihr den kommenden YES!-Teams mitgeben?

Nach dem Bundesfinale war für uns noch nicht Schluss. Wir haben weiterhin Kontakt zu einigen unserer Gesprächspartner und treiben die Verbreitung unserer Idee voran. Wer mehr über unseren konkreten Vorschlag wissen möchte, kann uns auf unserer Website besuchen (https://lausitz-mit-zukunft.web.app).

Also hat sich der ganze Aufwand gelohnt?
Auf jeden Fall! Und hier sind drei Tipps von uns, damit auch ihr als neue Teams mit Spaß und Erfolg am YES! – Young Economic Summit teilnehmen könnt:

  1. Tauscht euch mit anderen Leuten über eure Idee aus, auch wenn die vielleicht eine ganz andere Meinung zum Thema haben. Nur mit Feedback könnt ihr eure Idee verbessern.
  2. Scheut euch nicht davor, für euer Thema wichtige Personen aus Politik und Gesellschaft anzuschreiben und für eure Idee zu werben. Im schlimmsten Fall erhaltet ihr keine Antwort, aber wir haben die Erfahrung gemacht, dass viele gern den Austausch mit jungen Menschen mit neuen Ideen suchen.
  3. Und vergesst nicht: Habt Spaß!

Viele Grüße aus dem wunderschönen Elbflorenz und viel Erfolg!

YES! Campus

2020 hat uns gezeigt, wie wichtig die Digitalisierung nicht nur im Rahmen eines Wettbewerbs ist, sondern auch allgemein an den Schulen. Wir gehen beim YES! nun den nächsten Schritt und eröffnen in diesem Jahr unseren YES! Campus, eine Lernplattform, die auf dem weitverbreiteten System Moodle basiert. Sie soll es uns ermöglichen, die Kommunikation zwischen Teams, Lehrkräften, Forschenden und uns zu optimieren, Lerninhalte moderner anzubieten und die Organisation des Wettbewerbs zu vereinfachen.

Als wir im vergangenen Jahr unseren kompletten Wettbewerb online durchführen mussten, waren wir sehr froh, bereits erste Erfahrungen aus den vorherigen Jahren zu haben. Aber es hat uns auch bestärkt, den eingeschlagenen Weg weiter zu gehen. Immer mehr Schüler:innen und Lehrkräfte haben durch den Lockdown selbst Lernplattformen kennengelernt. Diese neuen Fähigkeiten wollen wir im YES! nutzen, um die Vermittlung unserer Inhalte zu verbessern. Wo bisher unsere Lernmodule PDFs mit viel Text waren, sollen zukünftig moderne, interaktive Kurse werden, die unsere Inhalte attraktiver vermitteln sollen.

Ebenso schaffen wir mit Campus einen Ort, wo wir alle Informationen rund um den Wettbewerb bündeln können, um die Organisation von Terminen und Veranstaltungen vereinfachen zu können.

Und schließlich bietet es zentrale Möglichkeiten zur Kommunikation zwischen allen Beteiligten.

Wir sind noch am Anfang unseres Weges mit YES! Campus und alles wird in diesem Jahr noch nicht komplett fertig werden, aber wir sind schon sehr gespannt, wie sehr sich unser Wettbewerb dadurch weiterentwickelt.

Neu ab 2021: YES! MINT

Im Rahmen von Science@Seas ist es uns gelungen eine Förderung durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung zu erhalten. Mit einer zunächst dreijährigen Laufzeit haben wir durch YES! MINT die Chance nun auch mit Schüler:innen der Jahrgangsstufen 5-9 zusammenzuarbeiten. Ist YES! MINT in Schleswig-Holstein erfolgreich, ist auch eine bundesweite Teilnahme von Schulen geplant.

Thematisch wird sich bei YES! MINT alles um die Schnittstelle zwischen MINT und Wirtschaft drehen. Dabei werden vor allem die 17 Sustainable Development Goals der UNO als Grundlage dienen. „Wir sind begeistert Kinder, Jugendliche und Forschende entlang der Ziele für nachhaltige Entwicklung der UNO zu vernetzen und ich bin überzeugt, dass spannende Ergebnisse erzielt werden”, so Dr. Willi Scholz, Projektleiter YES! an der ZBW. Schüler:innen und Forschende werden auch bei YES! MINT in den direkten Austausch treten und so spannende Themen erforschen. Jetzt geht es an die Feinplanungen und die Ausgestaltung des Schulwettbewerbs.

Sie haben Interesse an einer Teilnahme? Melden Sie sich gerne mit dem Stichwort YES! MINT via . Wir freuen uns auf Sie!

Hintergrund zu Sience@Seas:

Unter der Leitung des Leibniz-Instituts für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik (IPN) möchte der regionale Verbund Science@Seas bestehende MINT-Angebote und Strukturen im Flächenland Schleswig-Holstein unter einer gemeinsamen Dachmarke erweitern und zusammenführen. Gemeinsam mit der Technische Akademie Nord e.V., der ZBW – Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft, der Europa-Universität Flensburg sowie dem Forschungsforum Schleswig-Holstein und dort aktiven Unternehmen sollen so die Bedeutung und Chancen von MINT (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) in der öffentlichen und auch in der Wahrnehmung der Jugendlichen weiter gestärkt werden.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert das MINT-Cluster Science@Seas während der zunächst dreijährigen Projektlaufzeit von 12.2020 bis 11.2023 mit einer Summe von 571.900 €.

Neue Partner

Das YES! wächst seit Jahren kontinuierlich sowohl bei der Zahl der teilnehmenden Schüler:innen als auch bei den Instituten und Forschenden, die mit uns in den einzelnen Regionen zusammenarbeiten und als Mentor:innen die Schulteams begleiten. Auch in diesem Jahr bereichern neun weitere Institute das Themenportfolio, sodass das YES! mit insgesamt 25 wissenschaftliche Partnern kooperiert.

Wir freuen uns ab 2021 in allen fünf YES! Regionen neue Partnerinstitute begrüßen zu dürfen.

Region Nord:

  • Universität Hamburg

Region Ost:

  • Leibniz-Institut für Raumbezogene Sozialforschung
  • Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie

Region Süd-Ost:

  • Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB)

Region Süd-West:

  • Frankfurt School of Finance & Management
  • Walter Eucken Institut

Region West:

  • Max-Planck-Institut zur Erforschung von Gemeinschaftsgütern
  • RWTH Aachen University
  • Zentrum für ökonomische Bildung in Siegen (ZöBiS)

Einen Überblick über alle Partnerinstitute, Forschende und Themen erhalten Sie hier:
www.young-economic-summit.org/partner

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