Wenn es nichts kostet, bist Du das Produkt – wie verändert das uns und wie können wir das verändern?

Hast Du gerade über eine tolle neue App, die nichts kostet, gefreut? Hast Du Dir dazu Gedanken gemacht, wie die Entwickler der App ihr Geld verdienen? Je weiter die Digitalisierung und Social Media voranschreitet, desto klarer wird es: Wenn es nichts kostet, bist Du das Produkt. Die digitale Welt, die uns zur Verfügung steht, bietet uns viele Chancen an, birgt aber Risiken, die nicht zu unterschätzen sind.

Wir leben in einem System das manche als Überwachungskapitalismus bezeichnen. Algorithmen verfolgen nicht nur unser Verhalten, sie prägen möglicherweise auch unsere nächsten Schritte, aber wie genau diese Welt, in der wir alles über unser Handy steuern, uns verändert ist offen: Haben wir wirklich „nichts zu verbergen“? Werden wir manipuliert?
In diesem Projekt wird deine Gruppe diesen Fragen nachgehen indem Ihr untersucht, was Überwachungskapitalismus ist, was für Konsequenzen er für unser Verhalten haben könnte und was für Alternativen es geben könnte.

– Geht eine große Gefahr vom Überwachungskapitalismus aus?
– Sind wir genug darüber informiert? Wenn nicht, wie können wir Leute besser aufklären?
– Was für andere Wirtschaftsformen gibt es, die sich für unsere persönliche Entfaltung und für die Demokratie besser eignen?
– Wie können wir Technologie(n) einsetzen, um mehr Freiheit und Autonomie zu ermöglichen?

Wissenschaftlicher Partner

Betreuer des YES!-Teams

Maximilian Müller

Maximilian Müller ist Associate Professor of Accounting an der ESMT Berlin. In seiner Forschung untersucht er, wie sich Transparenz im Wirtschaftssystem auswirkt. Es geht hier z.B. darum, wie Unternehmen am besten mit Investoren kommunizieren aber auch um Regulierung, bei der die Politik von Unternehmen mehr Transparenz einfordert (etwa bzgl. Finanzen, Steuern und Nachhaltigkeit).