Regionalfinale Ost, 10. Juni 2020

Das war schon etwas Besonderes. Nach fünf Jahren, in denen unser Regionalfinale immer ein Höhepunkt im YES! waren, wo sich alle Teams einer Region trafen und dieser besondere YES!-Spirit durch die Hallen schwebt, sollte dank Corona alles anders sein. Aber digital kann tatsächlich auch seinen eigenen Charme haben – und zwei starke Gewinnerteams Martin-Andersen-Nexö Gymnasium aus Dresden und dem Carl-Bechstein-Gymnasium aus Brandenburg.

Die Wochen sind für uns vom YES!-Team jedes Jahr besonders geschäftig. Die Planung und Logistik von fünf Veranstaltungen in sechs Wochen ist nicht ohne. Dieses Jahr durften wir leider nicht reisen, aber geplant wurde trotzdem. Wie kann man ein digitales Regionalfinale mit 6,7 oder 8 verbliebenen Team pro Region sinnvoll gestalten?

Ein letzter Test vom Team bevor es losgeht. Foto: (c) YES! – Young Economic Summit

Es geht, und ging beim ersten Mal auch schon richtig gut. Wir durften uns über 70 Teilnehmer*innen freuen. Die Teams waren zugeschaltet, viele Forschende haben die Zeit gefunden und auch Prof. Dr. h.c. Jutta Allmendinger, Ph.D. war dabei. Als Präsidentin des WZB wäre sie normalerweise unsere Gastgeberin gewesen in Berlin. Sie hat sich aber die Zeit genommen, die Schüler*innen und ihre Arbeit in den vergangenen Monaten sehr zu loben.

Unsere beiden Moderatoren Svenja Heber und David Patrician führten wieder durch die Veranstaltung, aber mussten sich auch bald trennen. Um nicht eine zu lange Video-Konferenz zu haben, hatten wir uns entschlossen, zwei parallel stattfindende Mini-Regionalfinale stattfinden zu lassen. Durch Losverfahren ergab sich folgendes Bild:

Mini-Regionalfinale Orange

Carl Bechstein Gymnasium, Brandenburg
Richard-Hallmann-Schule Trappenkamp
Katholische Schule Salvator Berlin
Freies Gymnasium Borsdorf

Mini-Regionalfinale Grün

Semper Gymnasium Dresden
Gymnasium Martineum Halberstadt
Martin-Andersen-Nexö Gymnasium Dresden

Weiterhin galten aber die gleichen Regeln: 10 Minuten Präsentation, das die Teams durch Teilen ihrer Bildschirme ansprechend gestaltet hatten. Dann folgte eine 10-minütige Diskussion – vielleicht nicht ganz so intensiv wie bei einem analogen Treffen, aber trotzdem mit kritischen Fragen und kompetenten Antworten.

In Gruppe Orange war das Thema Wie kann ich mir meine Mobilität in der Stadt und auf dem Land ohne eigenes Auto vorstellen? vom WZB gleich zweimal vertreten. Das Carl-Bechstein-Gymnasium hatte dazu die Idee entwickelt, eine Fahrradautobahn zu bauen, um eine umweltfreundliche, schnelle und gesunde Fortbewegung auf den Land zu ermöglichen. Einen anderen Ansatz verfolgte die Katholische Schule Salvator, die statt Autos ein Gondelsystem in der Stadt etablieren wollte.
Die Richard-Hallmann-Schule aus Trappenkamp entwickelte zu dem Thema Wie können wir die Freiheit der Wissenschaft bewahren? vom WZB eine Online-Plattform, die die Brücke von Wissenschaft zu insbesondere jungen Leuten schlagen soll.
Das vierte Team, das Freie Gymnasium Borsdorf, hatte ebenfalls eine Plattform am Start, “Freie Gründer Borsdorfs”. Ihr Thema war Digitale Geschäftsmodelle und Plattformen: Wie kann die deutsche Industrie die Zukunft meistern? vom Center für Wirtschaftspolitische Studien (CWS). Ihre Idee war es, die zukünftigen Arbeitnehmer, also heutige Schüler*innen, näher an die Digitalisierung heranzuführen.

Alles parat, bestens vorbereitet, hieß es für uns den Überblick behalten, wer in welchem Mini-Regionalfinale gerade war. Foto: (c) YES! – Young Economic Summit

Parallel präsentierten und diskutierten drei Teams in der Gruppe Grün. Das Semper Gymnasium Dresden befasste sich mit Autokratie 2.0 – Die Diktatur und das Internet vom WZB und konzipierte eine Plattform, die es Nutzern ermöglich soll, mit Informationen und Tools wirkungsvoll Zensur und Internetbeschränkungen umgehen zu können.
Wie man Schüler*innen besser für das Thema Big Data sensibilisiert war der Lösungansatz des Teams des Martineum Gymnasiums aus Halberstadt. Ihr Thema, vom CWS gestellt, war Big Data basierte Sozialkreditsysteme – Chancen, Herausforderungen und Lösungsansätze.
Das dritte Team, Martin-Andersen-Nexö Gymnasium aus Dresden, hatte eine sehr lokales Thema, mit dem sie sich befassen sollten:  Woher kommt die Kohle nach der Kohle? Strukturwandel in den ostdeutschen Braunkohlerevieren. Ihr Ansinnen war es die soften Faktoren, die Einwohner in der Lausitz halten sollten, zu stärken. All die Summen, die Behörden für den Strukturwandel ausgeben wollen, sollten durch Mitbestimmungsräte in der Region sinnvoll aufgeteilt werden.

Jedes Team durfte sich dann nach den Präsentationen in einen digitalen Raum, um über die anderen Lösungsideen zu beratschlagen.

Und die Gewinner der Mini-Regionalfinale dürfen dann ins Bundesfinale. In der Gruppe Orange setze sich das Carl-Bechstein-Gymnasium durch. Das Siegerteam der grünen Gruppe war das Martin-Andersen-Nexö Gymnasium.

Herzlichen Glückwunsch an die beiden Teams. Vielen Dank an alle Teams, die trotz Corona und Homeschooling durchgehalten und wirklich gute Präsentationen abgeliefert haben. Das waren Ideen und Konzepte, die sich nicht vor denen der vergangenen Jahre verstecken müssen. Und natürlich auch ein großer Dank an die Forschenden, die gemeinsam mit uns durch diese außergewöhnliche Zeit gegangen sind.

Wir sind alle froh, das erste Regionalfinale so erfolgreich gemeistert zu haben. Aber das war ja erst der Anfang.

Am 15. Juni geht es weiter mit der Region Nord. Wir sind gespannt auf euch.

Euer YES!-Team

Programm (Stand: 08.06.2020)

8:30 – 9:00 Uhr
Ankommen

9:00 – 9:15 Uhr
Begrüßung durch die Moderatoren Svenja Heber und David Patrician

Grußworte von Partnerinstituten und Organisatoren

Erklärungen zum Ablauf der Veranstaltung

ab 9:15 Uhr

Verteilung der Teams in die Regional-Minifinale Orange und Grün
Bitte klickt auf die jeweiligen Finale um das Programm zu öffnen.

Moderatorin Svenja Heber

9:15 – 9:45 Uhr

Carl Bechstein Gymnasium Brandenburg

Wir bauen eine Fahrradautobahn um umweltfreundliche, schnelle und gesunde Fortbewegung auf dem Land zu ermöglichen.

Thema: 
Wie kann ich mir meine Mobilität in der Stadt und auf dem Land ohne eigenes Auto vorstellen?
von Anke Borcherding, Julia Epp, Juliane Haus, Andreas Knie
WZB – Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung

9:45 -10:15 Uhr

Richard-Hallmann-Schule Trappenkamp

Make science loud again!

Thema:
Wie können wir die Freiheit der Wissenschaft bewahren?
von Christine Normann, WZB – Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung

10:15-10:25 Uhr 

Pause

10:25-10:55 Uhr

Katholische Schule Salvator Berlin

Das eigene Auto ist überholt – mit der Gondel direkt ans Ziel.

Thema: 
Wie kann ich mir meine Mobilität in der Stadt und auf dem Land ohne eigenes Auto vorstellen?
von Anke Borcherding, Julia Epp, Juliane Haus, Andreas Knie
WZB – Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung

10:55-11:25 Uhr

Freies Gymnasium Borsdorf

Die Digitale Plattform “Freie Gründer Borsdorfs” für alle in Zukunft

Thema:
Digitale Geschäftsmodelle und Plattformen: Wie kann die deutsche Industrie die Zukunft meistern?
von Insa Weilage, Center für Wirtschaftspolitische Studien (CWS) an der Leibniz Universität Hannover

11:25-11:40 Uhr
Pause von 15 Minuten
mit Vorbereitung für den Pitch

11:40-12:00 Uhr

Pitchrunde

12:00-12:15 Uhr
Abstimmung der einzelnen Teams 

Moderator David Patrician

9:15 – 9:45 Uhr

Semper Gymnasium Dresden

A platform that provides users with information and tools to effectively circumvent Internet control and censorship.

Thema: 
Autokratie 2.0 – Die Diktatur und das Internet
von Alexander Schmotz,
WZB – Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung

9:45 -10:00 Uhr

Pause

10:00-10:30 Uhr

Gymnasium Martineum Halberstadt

Mit unserem Bildungsprogramm werden Schüler für das Big Data Problem und einem sicheren Umgang im Internet sensibilisiert.

Thema:
Big Data basierte Sozialkreditsysteme – Chancen, Herausforderungen und Lösungsansätze
von Axel Ebbers, Center für Wirtschaftspolitische Studien (CWS) an der Leibniz Universität Hannover

10:30-10:45 Uhr

Pause

10:45-11:15 Uhr

Martin-Andersen-Nexö Gymnasium

Lausitz mit Zukunft?! Du entscheidest!

Thema:
Woher kommt die Kohle nach der Kohle? Strukturwandel in den ostdeutschen Braunkohlerevieren
von Joachim Ragnitz, Felix Rösel und Marcel Thum,
ifo Institut – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung an der Universität München

11:15-11:40 Uhr
Pause von 15 Minuten
mit Vorbereitung für den Pitch

11:40-11:55 Uhr

Pitchrunde

11:55-12:15 Uhr
Abstimmung der einzelnen Teams 

12:15 – 12:45 Uhr
Evaluation/Umfrage zum YES!

12:45 – 13:00 Uhr
Wahlbegründung der Teams

13:00 – 13:15 Uhr
Verkündung der Finalisten

13:15 – 13:30 Uhr
Verabschiedung

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