Es war das größte Regionalfinale Nord, dass wir beim YES! je durchgeführt haben: 10 Teams waren am Start – ein volles Programm also, was noch zusätzlich angereichert wurde durch die Aufgabe, mit einer Stunde Verspätung zu beginnen, weil zwei Teams Probleme mit dem Zug hatten.

Wenn es ein Thema gibt, dass wir 2020 für unsere Teams stellen werden, dann sicherlich, wie man die Pünktlichkeit der Deutschen Bahn verbessern kann! Spaß beiseite, das kann immer mal vorkommen, wenn 10 Teams zu einer Veranstaltung anreisen müssen, dass ein Zug auch mal ausfällt. Oder zwei.

Und so kam es dann, dass wir unser Regionalfinale Nord 2019 erst gegen 11 Uhr beginnen konnten. Den Anfang machte Moderator David Patrician mit einer verkürzten Interviewrunde, bei der Prof. Dr. Sonja Peterson vom IfW Institut für Weltwirtschaft berichtete, wie wichtig aus ihrer Sicht die Teilnahme an einem solchen Wettbewerb ist – für die Jugendlichen als auch für die Forschenden. Auch Dr. Willi Scholz und Dr. Wolf Prieß  als Vertreter der Organisatoren ZBW und Joachim Herz Stiftung betonten, wie prägend die Erfahrung einer solchen Teilnahme sein kann.

Und weil die Zeit drängte, denn keiner sollte ja am Abend den Zug nach Hause verpassen, ging es dann gleich los mit den Präsentationen der Teams.

Als erstes auf der Bühne war das Team der Richard-Hallmann-Schule Trappenkamp. Ihr Thema war Klimaschutz: Wie können wir unsere Lebensweise ändern? von Christine Merk vom IfW; ihre Lösung konzentrierte sich auf Kinder. „Be schlau, eat less cow“ – unter diesem Motto möchte die Gruppe kleinen Kindern in der Grundschule die Erkenntnis ermitteln, dass es für das Klima sehr viel besser wäre, wenn wir alle weniger Rindfleisch  essen würden.

Um Fake News, besser gesagt „Trusted News – The Social Media News Verfication System“, ging es beim Team des Gymnasiums Wellingdorf. Ihr Ansatz: Eine Überprüfung von Social Media Profilen und Webseiten auf den Wahrheitsgehalt ihrer Meldungen, die dann in einer Art Gütesiegel endet für wahrheitsgetreue Nachrichtenquellen. Ihr Thema war Der Aufstieg des Populismus: Faktoren und Konsequenzen von Michael Bayerlein vom IfW.

Um eine bessere Gleichbehandlung ging es dem Team des Sophie-Scholl-Gymnasiums Itzehoe. Sie setzen sich mit dem Thema Ensuring equal oportunities! Chancengleichheit auf dem Arbeitsmarkt von Lena Detlefsen und Katharina Lima de Miranda vom IfW auseinander. Sie wollten mit ¡EOF!-¡Equal Opportunities for the Future! eine Informationsplattform aufbauen für Arbeitgeber und Arbeitnehmer, welche Informationen und Tipps parat stellt, um Unkenntnis und Hemmung vor einem digitalisierten, heterogenen Arbeitsumfeld zu minimieren!

Eine Verbesserung der Pendlerstrecke nach Hamburg hinein hatte sich das Gymnasium Brunsbüttel ausgedacht. Hamburg SkyDrive soll es Radfahrern im Umkreis von 20 km ermöglichen, in Röhren trocken und sicher in die Stadt hinein zu radeln. Ihr Thema Verkehrskonzepte für die Stadt von morgenwurde von Timm Leinker und Luca Wettlaufer von der ZBW gestellt.

Können Handelskriege gewonnen werden? war die Frage des nächsten Teams, die Prof. Rolf J. Langhammer vom IfW gestellt hatte. Die Berufsbildende Schule I aus Leer antwortete mit einem klaren Nein und entwickelte das Konzept einer Bottom-Up-Bewegung, die durch Aufklärung den Druck auf Regierungen erhöhen soll, keine Handelskriege zu führen.

Direkt vor der Haustür suchte das Lloyd Gymnasium Bremerhaven nach einer Lösung zur Frage Kann die Digitalisierung zu einer gerechteren Welt beitragen? von Dennis Görlich vom IfW. Für sie war es auch ein Nein, weil die Digitalisierung viele Hafenarbeiter in die Arbeitslosigkeit zwingt. Ihr Konzept war daher, diese Menschen durch Fortbildung im Arbeitsmarkt zu halten.

Die zweite Lösung zum Thema Verkehrskonzepte für die Stadt von morgen stellte das Team RBZ Wirtschaft . Kiel vor. Ihr Fokus lag auf der Beratung von Unternehmen, die Mobile Management verbessern wollen. Mit Eventtagen, an denen sie den Unternehmern und Angestellten alternative Möglichkeiten wie Leasing-E-Bikes oder E-Autos für den Arbeitsweg vorstellen, sollte langfristig eine Veränderung der Verkehrsnutzung in Städten erfolgen und gleichzeitig die Gesundheit fördern.

Auch das Team Kivinan – Das berufliche Bildungszentrum aus Zeven hatte sich mit den Handelskriegen beschäftigt. Ihr Ansatz: Schon in der Schule sollte den Schülerinnen und Schülern bewusst werden, dass solche Handelskriege ohne Gewinner sind.

Um Klimaschutz: Wie können wir unsere Lebensweise ändern? ging es dann wieder beim Gymnasium Hochrad aus Hamburg. Ihre Idee war eine App, die es Menschen im Umland einer Stadt ermöglicht, Fahrgemeinschaften anhand persönlicher Interessen zu finden und zu organisieren.

Als letztes Team des Tages stand das der Gelehrtenschule des Johanneum aus Hamburg auf der Bühne. Der Aufstieg des Populismus: Faktoren und Konsequenzen war auch ihr Thema. Sie konzentrierten sich auf die Prävention, in den sie an ihrer Schule Erstwählern einen Informationstag anbieten wollten, wo neutrale Information zu den Parteien präsentiert werden und in Workshops gezeigt wird, wie man sich richtig über die Parteien informieren kann.

Auch wenn es ein sehr gedrängter Tag war durch die Verspätung, haben alle Teams ihre Jobs sehr gut gemacht, sich den Fragen der anderen Teams gestellt und selbst auch kritisch die anderen Präsentationen beäugt.

Am Ende standen nach der Wahl durch die Teams die beiden Siegerideen fest: Das RBZ Wirtschaft . Kiel und die Richard-Hallmann-Schule Trappenkamp konnten die meisten Stimmen für sich verbuchen und dürfen die Region Nord in Hamburg vertreten.

Wir gratulieren allen Teams, die diesen langen Tag engagiert und neugierig mit uns verbracht haben. Well done!

Für uns geht es nun weiter. Am 26. Juni geht’s es zum ZEW, dem Titelverteidiger unter den Partnerinstituten, nach Mannheim.

Bis zum nächsten Mal,

euer YES!-Team

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