Berlin war schon heiß, aber am 26. Juni soll Mannheim die heißeste Stadt in Deutschland gewesen sein. Die Temperaturen bis 38 Grad. Wir sind aber cool geblieben und haben das Regionalfinale Süd-West einfach mal so durchgezogen – Klimaanlage sei Dank!

Bevor es allerdings mit den Teams losging, durften Willi Scholz, Projektleiter des YES!, und Julia Plötz, Projektmanagerin der Joachim Herz Stiftung, noch etwas an Achim Wambach, den Präsidenten des ZEW übergeben. Als Titelverteidiger aus dem letzten Jahr, als ein Team, das vom ZEW betreut wurde, das Bundesfinale gewann, bekam Herr Wambach nun den erstmals verliehenen Wanderpokal für Partnerinstitute überreicht.

Achim Wambach, Ph.D., war sichtlich erfreut über den neuen YES!-Wanderpokal. (c) YES!

Als erstes Team des Tages stellte das Werner-Heisenberg-Gymnasiums Weinberg ihre Idee von „Greenpay – A Private Incentive System for a Sustainable Future“ vor. Ähnlich wie ein andere Bonussysteme funktioniert ihre Herangehensweise: Für den umweltbewussten Konsum,  der Nutzung von umweltfreundlichen Verkehrsmitteln und energetischen Einsparungen beim Wohnen sollen Privatpersonen Punkte sammeln können, die sie dann für umweltfreundliche Prämien einlösen können.  Ihr Thema war Klimawandel und der europäische CO2-Markt von Carina Fugger.

„Paten schaffen das!“ war die Lösungsidee des Kurfürst-Ruprecht-Gymnasiums aus Neustadt an der Weinstraße. Ihr Ansatz war eine Betreuung für Geflüchtete durch Paten, die ihnen das Einleben erleichtern sollen. Paul Berbeé vom ZEW stellte das Thema Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten stärken: Welche Wege führen zum Erfolg?.

Eine App für Jugendliche für wissenschaftliche Texte war die Idee der Schule Schloss Hansenberg zum Thema Fakten statt Fake News – Warum Wissenschaftskommunikation im digitalen Raum immer wichtiger wird von Daniela Heimberger und Felix Kretz vom ZEW. Mit „Instantfacts“ wollten sie Artikel, Videos und Podcasts so aufbereiten, dass sie für Nutzer ihrer Altersgruppe verständlich werden.

Auch in diesem Jahr haben wir dann Besuch bekommen von Dr. Ulrike Freundlieb, der Mannheimer Bürgermeisterin für  Bildung, Kinder, Jugend und Gesundheit . Sie erzählte davon, wie wichtig es  für die Politik ist, dass die Meinung der Jugendlichen  in allen Bereichen des Lebens gehört und mit einbezogen wird, wenn es darum geht Entscheidungen zu treffen. Sie freute sich über das große Engagement und wünschte allen Teams viel Glück für die Veranstaltung.

Mit dem Team des Lessing-Gymnasiums aus Mannheim ging es dann gleich weiter. Ihr Thema: Soziale Herkunft und Bildung: Chancengleichheit im Bildungssystem stärken von Lukas Riedel vom ZEW. Ihre  Lösung dazu nannten sie „Dein Bildungsweg – Wir helfen, Zukunft gestalten“.  Mit einer Website, Flyern und Infomaterial sehen sie vor allem die Kinder von Nicht-Akademikern als Zielgruppe an, um ihnen die verschiedensten Möglichkeiten einer schulischen und beruflichen Ausbildung näher zu bringen.

Mit dem Thema von Markus Trunschke und Bastian Krieger vom ZEW ging es weiter. Unterstützung innovativer Start-ups war der Auftrag für die Richard-Müller-Schule Fulda. Sie waren von der Idee überzeugt, dass Start-Ups sich besser entwickeln können, wenn sie von einem Coach begleitet werden. Für diese Coaches haben hat das Team einen Studiengang entwickelt, der sie gezielt auf ihre Aufgaben vorbereiten soll.

Das Thema Bezahlbaren Wohnraum schaffen! – aber wie? von Carolin Schmidt und Frank Bückbauer (ZEW) wurde im Anschluss vom Beruflichen Schulungszentrum Leonberg beackert. Ihr Ansatz war dabei, dass Vermieter deutliche  Steuererleichterungen bekommen sollten, wenn sie finanziell schwache Mieter auswählen.

Um Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten stärken: Welche Wege führen zum Erfolg? ging es für das Engelsburg-Gymnasium Kassel. Sie beantworteten die Frage von Paul Berbeé vom ZEW mit dem Vorschlag einer Plattform, die sowohl rechtliche Angelegenheiten informiert, über berufliche Chancen, Sprachkurse und auch die sozialen Aspekte der Integration berücksichtigt. Durch die Zentralisierung all dieser Punkte soll es für die Geflüchteten einfacher werden, im Arbeitsmarkt und der Gesellschaft Fuß zu fassen.

Auch das Käthe-Kollwitz-Gymnasium aus Neustadt an der Weinstraße beschäftige sich mit Bezahlbaren Wohnraum schaffen! – aber wie? von Carolin Schmidt und Frank Bückbauer . Mit ihrem Vorschlag konzentrierten sie sich auf München als Beispiel für ihre Idee der Desurbanisierung. Durch eine Verbesserung des ÖPNV soll es attraktiver werden, ins Umland zu ziehen, wo günstigere Mieten vorherrschen als in der Innenstadt.

Als letztes Team des Tages präsentierte die Hohe Landesschule Hanau ihre Lösung zum Thema Going digital – Unternehmen erfolgreich in die digitale Zukunft führen von Jörg Ohnemus und Steffen Viete. Ihre Vorschlag ist eine Reform des Schulunterrichts, der sich den Herausforderungen der Digitalisierung stellt, neue Fächer anbietet und somit die Schülerinnen und Schüler auf eine digitale Arbeitswelt vorbereitet.

Nach diesem langen Tag mit neun Präsentationen und den anschließenden Pitches war es nun wieder an den Teams, sich zu beraten und die anderen Lösungsvorschläge zu bewerten.

Zum Finale war auch wieder Achim Wambach dabei, der dann die beiden Gewinnerteams aus der Region Süd-West bekannt gab. Das Werner-Heisenberg-Gymnasium aus Weinheim und das Engelsburg-Gymnasium aus Kassel erreichten die meisten Punkte und dürfen die Region nun beim Bundesfinale vertreten.

Wir danken alle Teams, den Lehrkräften und Forschenden für ihr Engagement und Unterstützung. Wir haben nun ein vorletztes Mal unsere Sachen gepackt und in freuen uns auf die fünfte und letzte Station in diesem Sommer. Das ifo Institut wird am 12. Juli der Austragungsort für das Regionalfinale Süd-Ost.

Wir sind gespannt auf unsere ersten YES!-Gruppen aus Bayern.

Euer YES!-Team

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