Regional Final West – YES! 2019

Regional Final West – YES! 20192019-06-13T15:06:10+02:00

Beim zweiten Regionalfinale des YES! 2019 waren wir im Haus der Technik in Essen zu Gast. Neun Schulteams aus der Region West traten in diesem Jahr gegeneinander an und lieferten sich ein wissenschaftliches Battle.

Begrüßt wurden alle von Andrea Schmidt, Projektmanagerin des YES! an der ZBW – Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft und Julia Plötz, Projektmanagerin im Programmbereich Wirtschaft der Joachim Herz Stiftung.

Moderator David Patrician durfte dann Prof. Dr. Thomas K.  Bauer (Vizepräsident, RWI), Rudolf Jelinek (1. Bürgermeister der Stadt Essen) sowie Dr. Johannes Velling (Leiter der Gruppe „Gründungen, digitale Impulse, Finanzierung“ im Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen) für ein Interview begrüßen. Die Beteiligten der Runde waren beeindruckt vom Engagement der Schülerinnen und Schüler und forderten sie auf,  dieses auch über die YES!- Teilnahme beizubehalten. Demokratie besteht aus Mitmachen und nicht nur aus Zugucken! Auch seien das Hinterfragen von Informationen sowie das Offensein gegenüber Argumenten für alle sehr wichtig. Alles Dinge, die die beteiligten Schüler*innen beim YES! gelernt haben.

Den Start machte dann das Team des Gymnasiums an der Gartenstraße aus Mönchengladbach. Wie könnte ein fairer Lastenausgleich zwischen den Generationen aussehen, wenn es immer mehr ältere Leute und weniger junge gibt? war das Thema, das von Philipp Jäger vom RWI Essen gestellt wurde. Das Team konzentrierte sich bei seiner Lösung PSEC-Reform (Pension Stability Equity Change-Reform) auf ein Rentenmodell, um den Übergang der Babyboomer-Generation gerechter zu gestalten.

Die Ruhr International School beschäftigte sich mit einem Thema von Lukas Tomberg vom RWI Essen: Klimawandel stoppen – Die Ökonomie der globalen Erwärmung. Unter dem Motto „Hungry for change: reducing CO2 emissions with the planetary health diet“ präsentierten die Schüler*innen eine App, um eine Verhaltensänderung hin zu einer Flexitarier- Ernährung zu bewirken.

Das dritte Team des Tages kam vom Marion-Dönhoff-Gymnasium Nienburg mit dem Thema Das Stadt-Land-Gefälle: Wie können ländliche Regionen überleben? von Fernanda Martinez Flores, Gökay Demir vom RWI Essen. Mit ihre Idee „reinwork: wir bringen Coworking Spaces auf’s Land!“ wollen die Schüler*innen mit Coworking-Spaces, bereitgestellt durch Unternehmen und Kommunen, das Wegziehen der Bevölkerung vom Land in die Stadt verhindern.

„Preisdiskriminierung – nicht mit uns, wir wissen Bescheid!“ war das Statement des Kaufmännischen Berufskollegs Walther Rathenau Duisburg. Mit ihrer Idee sollten Workshops an Schulen abgehalten werden, um Schüler*innen die Existenz von Preisdifferenzierung zu sensibilisieren. Ihr Thema war nämlich Digitalisierung und neue Möglichkeiten der Preisdifferenzierung – Wie steht’s um die gesellschaftliche Akzeptanz? von Rebekka Rehm und Clemens Recker vom iwp Köln.

Mit „H wie Hoffnung und H wie H-Bike“ präsentierte das Team vom Burg-Gymnasium Bad Bentheim ihre Lösungsidee. Sie wollen Fahrräder mit Wasserstoffantrieb Pendlern in Kooperation mit Unternehmen zur Verfügung stellen, um die CO2-Bilanz bei Pendlern zu reduzieren. Hier war das Thema Neuausrichtung der Mobilität: Es braucht eine grundlegende Verkehrswende von Marco Horvath vom RWI Essen.

Als sechstes Team präsentierte die Gesamtschule Waldbröl ihre Lösungsidee zu Klimawandel stoppen – Die Ökonomie der globalen Erwärmung  von Lukas Tomberg vom RWI Essen. Unter dem Motto „RootOfSchool – We are rooting for our planet“ möchten sie mit einer Einführung eines Schulzertifikats die CO2-Einsparungen in Schulen vorantreiben.

Nach der Mittagspause ging es mit dem Thema „Digitalisierung in Schule und Bildung!?“ von Lisa Sofie Höckel und Rebecca Fehn vom RWI Essen weiter. Mit dem „M-Team: euer digitaler Medienberater an der Schule“ sollen Schulen in die digitale Zukunft geführt werden. Diese Lösungsidee präsentierte die Maria-Sibylla-Merian-Gesamtschule Herzogenrath.

Mit der Neuausrichtung der Mobilität: Es braucht eine grundlegende Verkehrswende von Marco Horvath vom RWI Essen ging es dann auch gleich weiter. Mit einem App-gestützten „Carpool Community – a smarter way to work“ wollen die Schüler*innen der Berufsbildenden Schulen Burgdorf den Pendlerverkehr von Schichtarbeiter*innen reduzieren und durch Elektrofahrzeuge auch gleichzeitig CO2 einsparen.

Als letztes der Schulteams trat das Gymnasium Köln-Pesch an. Ihr Thema war Das Stadt-Land-Gefälle: Wie können ländliche Regionen überleben? von Fernanda Martinez Flores und  Gökay Demir vom RWI Essen. Ihre Antwort auf diese Frage war „Shared Remote Offices – Enable Well-Paid Jobs in Rural Areas“. Bei diesem Coworking-Ansatz mieten sich Arbeitnehmer*innen monatlich einen Arbeitsplatz, der gleichzeitig als Bürgertreff für die Gemeinde dienen kann.

Bei der anschließenden Abstimmung der Teams, denn sie bewerten sich beim YES! ja alleine und ohne Jury, ergab sich dann, dass folgende Teams die Region West beim Bundesfinale vertreten dürfen: Das Burg-Gymnasium Bad Bentheim und das Gymnasium Köln-Pesch .
Wir gratulieren den beiden Teams zum Weiterkommen. Allen anderen Teams möchten wir aber auch nochmals sagen, dass auch ihre Präsentationen und Ideen gut vorbereitet und teilweise wirklich mit witzigen Ideen gespickt waren.Die Preisverleihung übernahm Essens Oberbürgermeister Thomas Kufen. Und weil er nicht den ganzen Tag dabei sein konnte, ließ er sich kurzerhand von einigen Teams nochmal ihre Lösungsideen vorstellen.

Wir danken unseren wissenschaftlichen Partnern vor Ort und natürlich allen Schüler*innen und Lehrkräften, die sich über Monate mit ihren Lösungen so intensiv beschäftigt haben.

Wir haben unsere Sachen schon wieder gepackt. Am 17. 6. geht’s weiter in Kiel beim Regionalfinale Nord.

Euer YES!-Team