Regional Final South-East- YES! 2019

Regional Final South-East- YES! 20192019-07-15T11:16:27+02:00

Während viele unserer Teilnehmerinnen und Teilnehmer schon in den Sommerferien sind, hieß es für unsere Teams im Süd-Osten noch einmal die letzten Details checken und loslegen bei unserem letzten Regionalfinale 2019.

Ein vollgepackter Saal am ifo Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung wartete auf unsere Interviewrunde, die wir zu Beginn jedes Regionalfinales gemacht haben. Dieses Mal dabei:  Prof. Dr. Dr. Clemens Fuest, Präsident des ifo Instituts, Prof. Dr. Alexander Danzer, Inhaber des Lehrstuhls für Volkswirtschaftslehre, insbesondere Mikroökonomik an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt, Gabriele Neff, Stadträtin der Stadt München und Dr. Klaus-Peter Potthast, Abteilungsleiter des Bereichs „Wirtschaftspolitik, Koordination, Industrie“ aus dem bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie. Nach einigen einführenden Worte von Herrn Fuest, in denen er auch die Bedeutung von Wissenstransfer in die Bevölkerung hervorhob, insbesondere auch zu Jugendlichen, unterstrichen die Interviewpartner, wie wichtig es ist, dass Jugendliche sich mit Wirtschaftsthemen auseinandersetzen und auch selbst ihren Beitrag dazu leisten, das Dreieck aus Ökonomie, Ökologie und Gesellschaft in einem Gleichgewicht zu halten.

Die Diskussionrunde mit Shary Reeves, Dr. Potthast, Frau Neff, Prof. Danzer und Prof. Fuest (v.l.n.r) Foto: (c) YES!

Als erstes Team begrüßte Moderatorin Shary Reeves dann das Gymnasium Waldkraiburg. Ihr Thema war Ein Bedingungsloses Grundeinkommen in Deutschland – Ein Modell für die Zukunft oder utopisches Wunschdenken? von Marc Stöckli vom ifo Institut. Sie sahen keine Chance für eine solches Einkommen, aber präsentierten ihre Idee von einem KEGS – Kindergrundeinkommen für Glück und Sicherheit, das eine starke finanzielle Unterstützung für Kinder bis zum 16. Lebensjahr vorsieht, um die Familienplanung besser gestalten zu können.

Um Kinder ging es auch beim Robert-Schuman-Gymnasium aus Cham. My2tor nannten sie ihr Konzept, bei dem Gymnasialschüler*innen als Tutoren die Grundschüler unterstützen sollten, die durch ihre Familienverhältnisse benachteiligt sind. Ihr Thema war Verbesserung der Chancengleichheit: Schlüssel zu einer gerechten Gesellschaft? von Domenika Langenmayr und Lennard Zyska von der KU Eichstätt-Ingolstadt.

Das Thema Effiziente Energienutzung: Deine Rolle als Change-Agent von Markus Zimmer vom ifo Institut führte das Dientzenhofer-Gymnasium Bamberg zu ihrer Idee, durch einen Wettbewerb an der Schule die Jugendlichen zu motivieren, auf ihren Energieverbrauch zuhause verstärkt zu achten.

Nach der ersten Pause kam das Albertus-Magnus-Gymnasium nach vorne, um ihr Konzept von Refucation vorzustellen. Ihre Aufgabe war es eine Lösung zu der Frage zu finden, Von der Flucht in den Arbeitsmarkt – Wie kann die Integration von Geflüchteten gelingen?, die das ifo-Team Yvonne Giesing, Carla Rhode, Tanja Stitteneder und Madhinee Valeyatheepillay gestellt hatte. Refucation steht dabei für den Ansatz, dass Schüler*innen Geflüchtete in kleinen Lerngruppen unterstützen, besonders um ihre Deutschkenntnisse aufzubessern, um so ihre Chancen zu erhöhen, Ausbildungsplätze zu bekommen und auch die Lehrzeit durchzuhalten und nicht abzubrechen, wie es bisher viel zu häufig ist.

Lieferungen auf der letzten Meile – wie können die wirtschaftlichen Ziele der Lieferdienste mit einer ressourcenschonenden Stadtentwicklung vereinbart werden? war die Frage, die Caroline Vogel und Sabine Rumscheidt vom ifo gestellt hatten. Die Antwort darauf des Gabrieli-Gymnasiums Eichstätt waren Paketboxen und Paketstationen, die eine Anlieferung der Pakete für die Lieferdienste erleichtern sollten.

Um Tablet statt Tafel? Sinnvolle Digitalisierung an deutschen Schulen vorantreiben von Simon Wiederhold und Katharina Hartinger von der KU Ingolstadt-Eichstätt kümmerte sich das Team des Luitpold-Gymnasiums aus München. Nachdem sie den Stand der Digitalisierung an Schulen analysiert hatten, war ihr Vorschlag, durch einen Wettbewerb neue Anreize zu schaffen, den Einsatz von digitalen Hilfsmitteln und Unterrichtsinhalten anzukurbeln.

Mit einer App wollte das Team Heidelberg als zweite Gruppe das Problem angehen, Von der Flucht in den Arbeitsmarkt – Wie kann die Integration von Geflüchteten gelingen? Ihre App sollte es ermöglichen, Geflüchtete und Mentoren möglichst passgenau zusammen zu bringen.

Eine App war auch der Vorschlag des Hildegardis-Gymnasiums aus Kempten. Mit ihrer Friendshipping-App wollten sie Migranten und Deutsche zusammenbringen, passend zu ihren Profilen, damit sie spielerisch gemeinsam Aufgaben lösen und dadurch die Antwort geben auf die Frage von Alexander Danzer und Georg Feuerbaum von der KU: Wie gelingen Bildung und Spracherwerb für Immigranten?

Die Frage nach Lieferungen auf der letzten Meile stellte sich auch für das Gymnasium bei St. Michael aus Schwäbisch Hall. Auch sie setzten auf Paketboxen, allerdings auch auf Mikro-Hubs, die sie als Dienstleister zur Verfügung stellten. Lieferdienste müssen dann nur noch diese Hubs für etwa 500 Wohneinheiten anfahren. Von dort aus sollen dann die Pakete mit Lastenfahrrädern weitergeliefert werden.

Mit dem Geschwister-Scholl-Gymnasium aus Stuttgart ging es dann weiter. Auch sie hatten eine Lösung zu Ein Bedingungsloses Grundeinkommen in Deutschland – Ein Modell für die Zukunft oder utopisches Wunschdenken? von Marc Stöckli vom ifo Institut. Ihre Version nannten sie Intervalleinkommen. Mit einem Einkommen bis 1500 Euro pro Monat sollten Personen eine Unterstützung bis zu 500 Euro bekommen. Allerdings muss dieses Geld auch innerhalb eines Jahres ausgegeben werden, sonst verfällt es.

Als letztes Team des Tages stellte das Gymnasium Miesbach seine Idee vor, wie sie das Thema Effiziente Energienutzung: Deine Rolle als Change-Agent angehen wollen. Sie setzen auf Planspiele, die sie an anderen Schulen verbreiten wollen, damit dort die Schüler*innen für das Thema sensibilisiert werden.

Es war ein langer Tag mit 11 Teams, und die Auswahl für die Teams war wieder sehr schwierig. Aber am Ende musste es ja zwei Teams geben, die nach Berlin fahren dürfen. Für den Süd-Osten haben die Teams das Albertus-Magnus-Gymnasium aus Stuttgart und das Gymnasium bei St. Michael aus Schwäbisch Hall gewählt.

Wir sagen: „Well done, congratulations! We’ll see you in Hamburg!”

Wir sagen auch Danke an das ifo Institut als toller Gastgeber, an die Katholische Universität für ihre Unterstützung und all den Forschenden der beiden Häuser, die unsere Teams begleitet und ihnen die Daumen gedrückt haben.

Damit ist unsere Deutschlandtour für 2019 beendet. Wir hatten fünf spannende und inspirierende Tage mit Jugendlichen aus allen Teilen der Republik, die gezeigt haben, dass sie in der Lage sind, wirklich komplexe Fragestellungen zu bearbeiten, eigene Ideen zu entwickeln und diese auch absolut überzeugend zu präsentieren und zu verteidigen. Chapeau!

Bleibt noch zu sagen: Die Anmeldung für das YES! 2020 ist online. Wir freuen uns auf neue Ideen im nächsten Jahr!

Wir sehen unsere Finalisten wieder am 26. und 27. September in Hamburg. Bis dahin bleibt noch viel Arbeit für uns und auch die Teams.

Herzliche Grüße,

euer YES! Team