Regional Final East – YES! 2019

Regional Final East – YES! 20192019-06-05T13:23:35+02:00

Es war heiß! Berlin hatte mit gut 30 Grad uns schon gut auf Temperatur gebracht für das erste Regionalfinale des YES! 2019. In diesem Jahr hatten wir ein richtig volles Programm am Start mit 9 Schulteams und einer Gruppe Referendar*innen aus Neuwied, die es einmal selbst miterleben wollten, wie es ist, beim YES! teilzunehmen.

Begrüßt wurden alle von Dr. Willi Scholz, Projektleiter des YES! an der ZBW – Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft und Julia Plötz, Projektmanagerin im Programmbereich Wirtschaft der Joachim Herz Stiftung. Seit fünf Jahren organisieren die beiden Institutionen das YES!, das dieses Jahr erstmals in ganz Deutschland vertreten ist mit mehr als 700 Schüler*innen.

Der Moderator der Veranstaltung, David Patrician, bat dann auch gleich Vertreter der regionalen Partner des YES! nach vorne. Angelica Röhr, Managing Director, DIW Berlin, Stefan Wagner, Associate Professor of Strategy and Director of PhD Studies, ESMT Berlin, Oliver Holtemöller, Stellvertretender Präsident, IWH Halle und Christine Normann, Leitende Referentin für Forschungsplanung und Koordination, WZB Berlin.

Sie berichteten von ihrem Engagement beim YES! und wie wichtig es ist, dass junge Menschen sich diesen wichtigen Fragen unserer Zeit stellen.

Den Anfang machte das Team der Berlin International School. Understanding why and how much people lie war das Thema, das Kai Barron von der WZB gestellt hatte. Das Team konzentrierte sich bei seiner Lösung „Make Families Save Again“ auf die hohe Hemmschwelle bei der Meldung sexueller Belästigung und reagierte mit dem Konzept einer App, die dies möglichst anonyme ermöglichen soll.

Gerhart- Hauptmann-Gymnasium aus Wismar beschäftigte sich mit einem Thema von Henry Sauermann von der ESMT Berlin:  Schlafsäcke auf Einkaufsstraßen: Bekämpfung der Obdachlosigkeit in einer wohlhabenden Gesellschaft. Ihr Ansatz „Sustainability through the provision of housing, care and employment“ zielte darauf ab, dass die Chance für Obdachlose zurück in den Arbeitsmarkt zu kommen meist dadurch verringert werden, weil sie keinen festen Wohnsitz haben. Ihre Idee war es eine Heimsituation zu schaffen, die als Wohnsitz anerkannt wird.

Das dritte Team des Tages kam von der Alfred Nobel Gesamtschule Potsdam.  Bildungsübergang Hochschule – wer studiert, ist informiert? von Frauke Peter vom DIW Berlin. Ihre Idee „Your future. Your decision. Our mission. EdUcan“ befasste sich mit dem Konzept, Schüler*innen die Wahl, ob Studium oder Ausbildung passend ist, über eine Online-Plattform zu lösen und auch zielgruppengerechte YouTube-Videos zu erstellen.

„Good Care Shouldn’t Be Rare“ was das Statement des Hildegard-Wegscheider-Gymnasiums aus Berlin. Mit ihrer Idee sollten Workshops an Schulen abgehalten werden, um Schüler*innen über die Möglichkeiten zu informieren, im Pflegesektor ihre berufliche Zukunft zu sehen. Ihr Thema war Jobs für die Zukunft: Traumberuf im Pflegesektor? von Frederike Molitor vom WZB.

Um die Schule ging es in der nächsten Präsentation. Das Carl-Friedrich-Gauß-Gymnasium aus Frankfurt (Oder) wollte „Better Student-Teacher Relation by Reducing Lies“, also ob sich Schüler*innen im Unterricht selbst belügen, wenn sie ihrer Lehrkraft sagen, sie hätten den Stoff im Unterricht verstanden – und haben es doch nicht. Mit dem anonymen Feedback-System wollte das Team diese Schieflage beheben. Auch hier war das Thema Understanding why and how much people lie von Kai Barron von der WZB.

Das Lise-Meitner-Gymnasium Maxdorf unternahm erste Schritte zum Thema Ingenieure und Lehrerinnen – Das Geschlechtergefälle in den Studiengängen. Unterstützt wurden sie dabei von Claire Samtleben, Julia Schmieder & Aline Zucco vom DIW Berlin. Ihre Lösung „FIRST STEPS – Empowering for an equal future“ beinhaltete Workshop an Schulen, um die geschlechterspezifische Berufswahl abzubauen.

Nach der Mittagspause forderte das Freie Gymnasium Borsdorf ein „Unconditional Basic Income – the solution to tackle job relocation“. Ihre Idee einer Grundsicherung sollte helfen bei der Herausforderung „Wie können die negativen Auswirkungen der Auflösung des Arbeitsplatzes verringert werden?“, gestellt von Daniel Fackler vom IWH Halle.

Mit einem Kuchen ging es dann weiter. Das Team vom Martineum-Gymnasium Halberstadt nahm sich der schwierigen Situation der Altersvorsorge an. Ihre Idee: „The Cupcake-Concept: with our compulsory, socially balanced model your time of retirement will be the time of your life due to some extra money!” – kurz gesagt eine Änderung des Rentensystems erweitert um neue Komponenten, die die Rente sicher machen sollen. Unterstützt wurde das Team von Kornelia Hagen vom DIW Berlin, die das Thema Private Altersvorsorge im Visier: Mangelhafte Produkte und Verhaltensverzerrungen – was tun? gestellt hatte.

Als letztes der Schulteams trat das Martin-Andersen-Nexö Gymnasium aus Dresden an. Ihr Thema war Wer braucht schon Banken? Oder fördert die Geldwirtschaft das Wirtschaftswachstum? von Felix Noth vom IWH Halle. Ihre Antwort auf diese Fragen war „Ein stabiles Konto für alle EU-Bürger, um sie vor Wirtschaftskrisen zu schützen.“ Sie forderten ein Konto für jeden in der EU bei der EZB. Dort sollte das Geld sicher sein und nicht für unethische Spekulationen missbraucht werden.

Die allerletzte Präsentation des Tages hielten jedoch die Referendar*innen des Studienseminars für das Lehramt an berufsbildenden Schulen Neuwied. Sie traten natürlich außer Konkurrenz an, wurden aber in der Diskussion ebenso kritisch beäugt wie die Schulteams. Ihre Idee zur besseren finanziellen Unterstützung von Auszubildenden, „Die YES!-Karte – dein Ticket zur Teilhabe!“, soll den Azubis die Chance geben, am soziokulturellen Leben auch mitwirken zu können.

Bei der anschließenden Abstimmung der Teams, denn sie bewerten sich beim YES! ja alleine und ohne Jury, ergab sich dann, dass das erste und das letzte Team des Tages die Region Ost beim Bundesfinale vertreten dürfen. Berlin International School und Martin-Andersen-Nexö Gymnasium aus Dresden haben die meisten Stimmen bekommen. Wir gratulieren den beiden Teams zum Weiterkommen. Allen anderen möchten wir aber auch nochmals sagen, dass auch ihre Präsentationen und Ideen gut vorbereitet und teilweise wirklich mit witzigen Ideen gespickt waren.

Wir danken unseren wissenschaftlichen Partnern vor Ort, der Leibniz-Gemeinschaft für die Location, und natürlich allen Schüler*innen und Lehrkräften, die sich über Monate mit ihren Lösungen so intensiv beschäftigt haben.

Wir haben unsere Sachen schon wieder gepackt. Am 12. 6. geht’s weiter in Essen beim Regionalfinale West.

Euer YES!-Team