Landgrab oder sinnvolle Investitionen? Großflächiger Landerwerb in Entwicklungsländern

Unterstützt durch unseren wissenschaftlichen Partner GIGA Leibniz-Institut für Globale und Regionale Studien in Hamburg und der Forscherin Kerstin Nolte.

Seit 2000 wurden 26.7 Millionen Hektar Land in Entwicklungs- und Schwellenländern von internationalen Investoren erworben. Damit befinden sich rund zwei Prozent des landwirtschaftlich nutzbaren Bodens in ihrem Besitz. Die Gebiete entsprechen etwa der Gesamtfläche des Vereinigten Königreichs plus Sloweniens.

 

Kritiker sprechen von Landraub oder “landgrabbing” und weisen auf intransparente Prozesse und die negativen Folgen für die armen Herkunftsländer hin. Oft werden die Verträge hinter geschlossenen Türen verhandelt und die vorigen Landnutzer sind nicht an den Verhandlungen beteiligt. Wenn Kleinbauern von ihrem Land vertrieben werden, fehlt ihnen die Lebensgrundlage.

 

Befürworter reden von nötigen Investitionen in die unterfinanzierte Landwirtschaft und betonen die Chancen für die Herkunftsländer. Oft wird in die Infrastruktur vor Ort investiert, z.B. in Straßen, Schulen und Krankenhäuser, Arbeitsplätze entstehen, und die Märkte rücken näher an die Kleinbauern heran, dadurch müssen sie etwa keine weiten Wege zurücklegen um Düngemittel oder Saatgut zu erwerben.

 

Die Wahrheit liegt vermutlich irgendwo zwischen diesen Extrempositionen und die einzelnen Investitionen müssen genau untersucht werden, bevor eine Beurteilung möglich ist.

 

In welchem Kontext sollte eine Investition stattfinden und wieviel Macht sollten die Betroffenen in der Verhandlung haben?

Literatur

Eine Auswahl an Literatur wurde vom Team der ZBW – Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft in folgender Liste gesammelt. Weitere Informationen und Literatur können bei EconBiz recherchiert werden. Recherche Tipps wurden hier zusammengestellt.

YES! Team

 

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YES! Team Helene-Lange-Gymnasium Rendsburg
(c) ZBW / Kai Meinke

Das Thema “Landgrab oder sinnvolle Investitionen? Großflächiger Landerwerb in Entwicklungsländern” kann durch die YES! Teams der Region Nord als YES! 2017 Thema ausgewählt werden.

 

Das Team des Helene-Lange-Gymnasium Rendsburg hat das Thema „Landgrab oder sinnvolle Investitionen? Großflächiger Landerwerb in Entwicklungsländern“ für die Arbeit im YES! 2017 ausgewählt. Das YES! 2017 Team des Helene-Lange-Gymnasium Rendsburg stellt sich auf seiner Profilseite vor. Lernen Sie das Team der HeLa näher kennen.

Wissenschaftlicher Partner

 

Unterstützt durch unseren wissenschaftlichen Partner GIGA Leibniz-Institut für Globale und Regionale Studien in Hamburg und die Forscherin Kerstin Nolte.

Träger

Das YES! – Young Economic Summit ist ein gemeinsames Projekt der ZBW – Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft und der Joachim Herz Stiftung aus Hamburg.

 

Die ZBW ist das weltweit größte Informationszentrum für wirtschaftswissenschaftliche Literatur und bestens aufgestellt, um Schülerinnen und Schülern Informationskompetenz zu vermitteln und mit Information zu versorgen.

 

Die Joachim Herz Stiftung ist wirtschaftlich unabhängig und politisch neutral. Sie verfügt über große Erfahrung bei der Konzeption und Durchführung von Projekten für junge Menschen, gerade im Bereich der ökonomischen Bildung.

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Projektmanagerin
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Bildmaterial (von oben nach unten): (c) shutterstock.com / Attasit Ketted, (c) GIGA Leibniz-Institut für Globale und Regionale Studien, (c) shutterstock.com / Attasit Ketted, (c) ZBW – Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft, (c) Joachim Herz Stiftung.