Künstliche Intelligenz und die Digital Economy

Unterstützt durch unseren wissenschaftlichen Partner Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung GmbH (ZEW) Mannheim und die Forscher Daniel Erdsiek, Patrick Schulte und Olga Slivko.

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Der technische Fortschritt hat die Konnektivität zum Internet durch die Nutzung mobiler Geräte, wie beispielsweise Smartphones und Tablets, enorm erhöht. Dementsprechend nutzen heutzutage immer mehr Individuen digitale Kanäle, um miteinander zu kommunizieren, oder um Informationen aus einer Vielzahl verschiedener Quellen zu erhalten.  Soziale Netzwerke wie Facebook oder Twitter, aber auch Messenger wie WhatsApp, Telegram oder Snapchat sind sowohl zu weitverbreiteten  Kommunikationsmittel geworden, als auch zu einer Standardquelle für alltägliche Informationen wie Nachrichten. Über entsprechende ‚Channels‘ können ebenfalls Informationen zu spezielleren Interessen, wie etwa  Kunst, Humor oder Geschichte, abgerufen werden.

 

All diese Kanäle verbindet, dass sie schnell Informationen bereitstellen und leicht zu benutzen sind. Deshalb verlassen sich viele Menschen auf Informationen aus sozialen Netzwerken und Messengerdiensten, um Entscheidungen im Alltag, aber auch wirtschaftliche (z.B. Investitionen, Wohnen, etc.) und politische Entscheidungen zu fällen. Ob diese Entscheidungen jedoch optimal sind, hängt stark von der Genauigkeit der Informationen ab und davon , ob die die Menschen in der Lage sind, diese entsprechend zu analysieren und zu verarbeiten.

 

Sobald Informationen sich so schnell verbreiten lassen, wächst die Gefahr der Falschinformation. Internetnutzer verbreiten manchmal falsche Informationen aus verschiedenen Gründen (gegen Bezahlung oder aus Verbundenheit) – und über verschiedene Kanälen. Zum Beispiel könnten Leute mit Absicht falsche Rezensionen auf einer Hotel-Buchungsseite posten oder in sozialen Netzwerken unwahre Geschichten streuen. Weil das Internet eine große Anonymität zulässt, bleibt es oftmals ungeklärt, ob die Informationen echt sind. So kann man beispielsweise nicht überprüfen, ob der oder die Verfasser  das Hotel wirklich besucht haben.

 

Darüber hinaus wird ein großer Teil der Informationen durch automatisierte Programme verbreitet (Bots), oder ihre besondere Form, die sogenannten ‚Social  Bots‘, die in sozialen Netzwerken und Messengerdiensten aktiv sind. In den sozialen Netzwerken können diese Bots als normale Nutzer erscheinen, die  regelmäßig  Inhalte veröffentlichen oder  vorhanden Postings teilen.

 

Diese ‚Social Bots‘ sind oftmals so programmiert, dass sie bestimmte Meinungen verbreiten, und dadurch die Wahrnehmung von realen Nutzern beeinflussen und verzerren. So wurde zum Beispiel in einer Studie der Oxford University gezeigt, dass mehr als ein Drittel aller Pro-Trump-Tweets nach dem ersten TV-Duell mit Hillary Clinton von ‚Social Bots‘ geschrieben wurde. Ähnlich verhielt es sich mit  den Tweets von ‚Social Bots‘ zum Thema Brexit. Es konnte gezeigt werden, dass die  Mehrzahl der Tweets, die von ‚Social Bots‘ abgesetzt wurden, die  „Leave“-Kampagne unterstützten.

 

Neben den von den Bots verbreiteten Informationen, führen die auf Plattformen implementieren Netzwerkstrukturen und  Algorithmen zu einer selektiven Darstellung aktueller Ereignisse für jeden Nutzer. Diese sogenannte „Facebook-Blase“ verhindert, dass die Nutzer Zugang zu umfassenden Informationen bekommen können.

 

In einer digitalisierten Welt können Probleme, die auf Online Plattformen auftauchen, durch Künstliche Intelligenz angegangen werden. Mögliche Lösungsansätze wären „gute“ Bots, das Sammeln von Daten und die Verifizierung von Informationen mit Technologien zur automatischen Texterkennung und den einfachen Selbstlernen von Maschinen. Bots könnten Internetnutzern helfen, wahre Informationen zu erkennen, Daten zu sammeln, zu visualisieren und graphisch darzustellen. Der Lösungsvorschlag in diesem Projekt sollte helfen, eine große Masse an Online-Daten zu erfassen und zu analysieren, um im Alltag den Nutzern Zeit zu sparen und den Aufwand zur Suche zu minimieren.

Literatur

 

YES! Teams

 

Logo Werner-Heisenberg-Gymnasium Weinheim

Das Thema “Künstliche Intelligenz und die Digital Economy” kann durch die YES! Teams der Region Süd-West als YES! 2017 Thema ausgewählt werden.

 

Das Thema wird im YES! 2017 bearbeitet durch das YES! Team des Werner-Heisenberg-Gymnasium Weinheim.

 

Das Profil des YES! 2017 Teams Werner-Heisenberg-Gymnasium Weinheim findet sich hier. Lernen Sie das YES! Team #DigitalTruth näher kennen.

Wissenschaftlicher Partner

 

Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung GmbH (ZEW)

Das Thema “Künstliche Intelligenz und die Digital Economy” wurde von den Forschenden des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung GmbH (ZEW) Mannheim vorgeschlagen. Die YES! Teams werden beraten durch die Forscher Daniel Erdsiek, Patrick Schulte und Olga Slivko.

Träger

Das YES! – Young Economic Summit ist ein gemeinsames Projekt der ZBW – Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft aus Kiel und der Joachim Herz Stiftung aus Hamburg.

 

Die ZBW ist das weltweit größte Informationszentrum für wirtschaftswissenschaftliche Literatur und bestens aufgestellt, um Schülerinnen und Schülern Informationskompetenz zu vermitteln und mit Information zu versorgen.

 

Die Joachim Herz Stiftung ist wirtschaftlich unabhängig und politisch neutral. Sie verfügt über große Erfahrung bei der Konzeption und Durchführung von Projekten für junge Menschen, gerade im Bereich der ökonomischen Bildung.

Logo Joachim Herz Stiftung

Kontakt

Laura Bickel
Projektmanagerin
t: +49 (0) 431 8814 359
e: l.bickel@zbw.eu

Portrait Kai Meinke

Kai Meinke
Projektmanager
t: +49 (0) 431 8814 643
e: k.meinke@zbw.eu

Bildmaterial (von oben nach unten): (c) shutterstock.com / Maxim Gaigul, (c) Werner-Heisenberg-Gymnasium Weinheim, (c) ZBW / Kai Meinke, (c) Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung GmbH (ZEW) Mannheim, (c) shutterstock.com / Maxim Gaigul, (c) ZBW – Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft, (c) Joachim Herz Stiftung.