Klimawandel und globale Entwicklung: Wie kann der europäische „Green Deal“ das globale Wirtschaftssystem nachhaltig und klimaneutral gestalten?

Der Klimawandel betrifft die gesamte Welt. Extreme Wetterbedingungen wie Dürren, Hitzewellen, schwere Regenfälle, Überschwemmungen und Erdrutsche treten immer häufiger auf. Steigende Meeresspiegel, versauernde Ozeane und geringere Artenvielfalt sind weitere Folgen der sich rasch verändernden klimatischen Bedingungen.

Im Augenblick entsteht ein Großteil der weltweiten Emissionen bei der Produktion von Gütern die international gehandelt werden. Die Europäische Union kündigte kürzlich in ihrem Europäischen „Green Deal” an, Europa bis 2050 zum weltweit ersten klimaneutralen Kontinent zu machen. Klimaneutralität bedeutet, dass entweder keine Emissionen in die Atmosphäre abgegeben werden oder Emissionen vollständig kompensiert werden.

Das Ziel der Klimaneutralität stellt das globale Wirtschaftssystem vor große Herausforderungen und es ergeben sich viele offene Fragen, wie unter anderem:

– Welche Zielkonflikte gibt es zwischen der EU, anderen Industrienationen und Ländern wie China oder des globalen Südens hinsichtlich einer nachhaltigen und klimaneutralen Wirtschaft. Wie können diese Konflikte gelöst werden?

– Wie kann der internationale Handel von Gütern möglichst klimaneutral und nachhaltig gestaltet werden?

– Ist das Ende des Zeitalters der Globalisierung erreicht oder können die globale Herausforderungen zu einer noch engeren Verschmelzung führen?

Must-Read – diese Literatur sollte das Team zum Kick-Off gelesen haben

European Commission, A European Green Deal – Striving to be the first climate-neutral continent, https://ec.europa.eu/info/strategy/priorities-2019-2024/european-green-deal_en

Nordhaus, W. (2019). Climate change: The ultimate challenge for economics. American Economic Review, 109(6), 1991-2014.

Weitere Literatur:

Nordhaus, W. (2015). Climate clubs: Overcoming free-riding in international climate policy. American Economic Review, 105(4), 1339-70.

Weitzman, M. L. (2019). For International Cap-and-Trade in Carbon Permits, Price Stabilization Introduces Secondary Free-Rider-Type Problems. Environmental and Resource Economics, 74(2), 939-942.

Wissenschaftlicher Partner

Betreuende Forschende

Sebastian J. Goerg

Prof. Dr. Sebastian J. Goerg leitet die Professur Economics am TUMCS für Biotechnologie und Nachhaltigkeit der Technischen Universität München. Professor Goerg forscht in den Bereichen der Verhaltens- und Experimentalökonomie. Er untersucht die Auswirkungen von Anreizen, Informationen und (rechtlichen) Institutionen auf menschliches Verhalten. Professor Goerg promovierte 2010 in Volkswirtschaftslehre an der Universität Bonn.

Anja Faße

Prof. Dr. Anja Faße leitet die Professur Umwelt- und Entwicklungsökonomie am TUMCS für Biotechnologie und Nachhaltigkeit der Technischen Universität München. 2013 promovierte sie zum Thema Bioenergie und Wertschöpfungsketten in Tansania am Institut für Umweltökonomie und Welthandel an der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften der Leibniz Universität Hannover.

Andreas Pondorfer

Prof. Dr. Andreas Pondorfer leitet die Professur Sustainable Economic Policy am TUMCS für Biotechnologie und Nachhaltigkeit der Technischen Universität München. Professor Pondorfer forscht im Bereich der Verhaltensökonomie und integriert Erkenntnisse aus der Biologie, Anthropologie und Psychologie in die Ökonomie. Er promovierte in Volkswirtschaftslehre an der Universität Kiel im Jahr 2016.