Wie erleben Forschende das YES! ?

Daniela Steinbrenner

Matilde Cappelletti

Kleine Überraschungen und lebhafte Diskussionen – dies und vieles mehr haben Matilde Cappelletti und Daniela Steinbrenner mit ihren YES! Teams erlebt. Die beiden Researcher am ZEW – Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung in Mannheim berichten hier über die Zeit zwischen Kick-Off und Fachgespräch.

1. An welchem Institut(en) arbeiten Sie und wo liegt Ihr Forschungsschwerpunkt?

Wir, Matilde Cappelletti & Daniela Steinbrenner, arbeiten beide gemeinsam am ZEW Mannheim. Wir untersuchen, wie der Staat das Verhalten von Individuen durch Steuerpolitik, Institutionen und Marktmechanismen beeinflussen kann. Dabei setzten wir einen unterschiedlichen Fokus in unserer Forschung – Unternehmensbesteuerung und öffentliche Beschaffung. Was sich im ersten Moment etwas weit auseinander anhört, ist doch stark verknüpft: Steuern müssen effizient erhoben werden, sodass der Staat genug Ressourcen zur Verfügung hat, die wiederum effizient eingesetzt werden sollen.

2. Wie lautet Ihre Challenge und wieso ist sie so wichtig?

In unserer Challenge „Taxing the digital economy: Does it matter to you?“ wollen wir den Schüler:innen die Möglichkeit geben, sich intensiver mit der Frage auseinanderzusetzen, was in ihren Augen eine faire Besteuerung im digitalen Umfeld ist und wie diese sichergestellt werden kann. In den letzten Jahren waren häufig Unternehmen, die ihre Steuern minimieren, in den internationalen Schlagzeilen. Allerdings ist die Frage einer fairen Besteuerung in der digitalen Welt nicht nur auf große internationale Konzerne beschränkt. Gerade im Kontext von Social Media und Sharing-Plattformen stellt die Besteuerung von Einnahmen, die durch solchen Plattformen erzielt werden, eine Herausforderung für die Steuererhebung dar. Die steigende Flexibilität von Arbeitnehmer:innen und Einzelunternehmern durch die zunehmende Digitalisierung zeigen zunehmend die Grenzen der bestehenden Regelungen auf. Die Herausforderung ist es, Lösungen zu entwickeln, die bestehende Besteuerungslücken im digitalen Umfeld schließen.

3. Was bewegt / motiviert Sie am YES! teilzunehmen? Das wievielte Mal stellen Sie bereits ein Thema?

Wir sind beide Neulinge beim YES! und haben uns von den positiven Erfahrungen unserer Kolleg:innen, die in den vergangenen Jahren teilgenommen haben, anstecken lassen. Zudem hoffen wir, dass wir den Schüler:innen mit unserer Fragestellung zeigen konnten, dass Steuern nicht nur ein notwendige Übel sind, sondern auch die Möglichkeit für innovative (digitale) Lösungsansätze bieten.

4. Wie erleben Sie die Zusammenarbeit mit den Schulteams? Was beeindruckt Sie besonders?

Es war überraschend, wie stark sich die einzelnen Schulteams in der Teamgröße, den treibenden Kräften und auch der sozialen Interaktion untereinander und mit uns unterscheiden. Am meisten beeindruckt hat uns dabei die Entwicklung von einem groben Verständnis unserer Fragestellung, da sich die meisten Schüler:innen bisher noch nicht intensiv mit dem Thema Steuern in ihrem Schulalltag auseinandersetzen mussten, zu intensiven Diskussion im Fachgespräch.

5. Gibt es besonders schöne/lustige Momente, die Sie im YES! bisher erlebt haben?

Da wir dieses Jahr leider im Corona-Modus mit digitalen Treffen gestartet sind, ist der Eindruck sicherlich immer ein etwas anderer als live vor Ort. Es war jedoch sehr schön zu sehen, wie lebhaft die Diskussion auf Zoom sein kann und wie interessiert die Schüler:innen an dem oft als langweilig geltenden Thema Steuern waren.

6. Haben Sie Tipps und Tricks für die teilnehmenden Teams zur Lösungsentwicklung?

Denkt außerhalb des Rahmens! Stellt euch nicht die Frage, wie wir als Expert:innen und Forschende an das Thema herangehen würden, sondern was eure Stärken sind. Dieser neue, unvoreingenommene Blick auf die bestehende Fragestellung ermöglicht neue Denk- und Lösungsansätze. Gerade weil ihr vielleicht nicht alle Regelungen im Hintergrund kennt, konzentriert ihr euch auf die Hauptfrage, ohne euch in lästigen Details zu verlieren.

7. Und zu guter Letzt: Wieso sollte man als Forschende das YES! unterstützen?

Die gemeinsame Diskussion der entwickelten Ideen bietet für uns Forschende eine interessante Abwechslung vom Arbeitsalltag und auch die Chance für neue Denkanstöße. Es ist interessant zu sehen, wie die jüngere Generation das Problem wahrnimmt und welche Prioritäten sie legen. Natürlich wäre es super, wenn wir mit dem Einblick in die wissenschaftliche Arbeit auch das Interesse von Schüler:innen an unserem Beruf wecken könnten.

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YES! MINT geht in die zweite Runde

Auch dieses Jahr gibt es Dank des Bundesministeriums für Bildung und Forschung das Projekt YES! MINT in Schleswig-Holstein für die Klassenstufen 7-9. Schwerpunkte sind Themen an der Schnittstelle zwischen MINT und Wirtschaft entlang der 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung.

Wie erleben die Forschenden das YES! ?

Kleine Überraschungen und lebhafte Diskussionen – dies und vieles mehr haben Matilde Cappelletti und Daniela Steinbrenner mit ihre YES! Teams erlebt. Die beiden Researcher am ZEW – Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung in Mannheim berichten hier über die Zeit zwischen Kick-Off und Fachgespräch.

Wie erlebt ein Schulteam das YES! ?

Erst Distanzunterricht, dann Rückkehr zum Präsenzunterricht - für die Schulteams war der Beginn des Jahres 2022 eine herausfordernde Zeit. Trotzdem haben sich rund 60 Teams der YES!-Challenge angenommen und arbeiten zusammen mit Forschenden an globalen Herausforderungen unserer Zeit.

Vorstellung neuer Teammitglieder

Die letzten Monate waren geprägt durch Veränderungen. Nicht nur Corona hat weiterhin viele Herausforderungen mit sich gebracht, auch im YES! Team hat sich personell einiges getan. Daher möchten wir unseren neuen Teammitgliedern an dieser Stelle die Gelegenheit geben, sich vorzustellen und ein paar Worte zu ihrer Person zu sagen.

Regionalfinale 2022

Wir freuen uns sehr, dass in diesem Jahr alle unsere Regionalfinale wie geplant stattfinden dürfen. Neben den klassischen Regionalfinalen in den Regionen Nord, Ost, Süd-Ost, Süd-West und West in Präsenzform wird es auch einen weiteren digitalen Vorentscheid geben.

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