Faktenbasierte Debatten stärken

Unterstützt durch unseren wissenschaftlichen Partner IfW – Institut für Weltwirtschaft in Kiel und den Forschern Esther Ademmer und Tobias Stöhr.

Die großen Erfolge populistischer Bewegungen, Parteien und Kandidaten wie Pro-Brexit, AfD oder Donald Trump in vielen westlichen Ländern haben ein politisches Erdbeben ausgelöst. Diese neuen Akteure sind in der Lage Wähler auf Basis „gefühlter Wahrheit“ an die Wahlurne zu bringen und Programme zu unterstützen, die teils konträr zu den Interessen ihrer Kernwählerschaft sind. Viele Wähler scheinen außerdem bereit zu sein persönliche Verluste ihres materiellen Lebensstandards in Kauf zu nehmen und priorisieren stattdessen Faktoren wie ihre kulturelle oder ethnische Identität. Verschwörungstheorien, die die Komplexität einer globalisierten Welt mit Milliarden von Akteuren auf leicht verständliche Muster herunterbrechen, boomen. Zugleich haben viele Politiker, Mainstream-Medien und Wissenschaft, die als Aggregatoren von Meinungen und gesellschaftlichen Strömungen agieren, in der Wahrnehmung vieler Bürger keine Glaubwürdigkeit.

 

Durch moderne Kommunikationswege wie Soziale Netzwerke ist es für Einzelpersonen ohne Aufwand möglich, sich öffentlich an politischen oder sozialen Debatten zu beteiligen. Was früher ein wütender Leserbrief an eine Redaktion oder eine Person war, ist heute für tausende Menschen sichtbar und kann weiterverbreitet und kommentiert werden. Einerseits ist dies sehr demokratisch, denn die neuen Kommunikationsmittel erlauben es jedem, in Debatten Meinungen kund zu tun, zugleich scheint sich der einzelne jedoch nicht unbedingt bewusst, dass damit auch eine Verantwortung für das Bild der eigenen Person und gegenüber anderen einhergeht. Die Verbreitung von Fake-News und Pseudowissenschaft beeinflusst Wähler, die sich mehr und mehr online und durch von Algorithmen nach Klickzahlen optimierten Feeds „informieren“.  Das Bewusstsein, Quellen nicht trauen zu können, sorgt vielfach dafür, dass die Ablehnung bestimmter Quellen, die der eigenen Meinung widersprechen, noch weiter steigt. Die Folgen der Globalisierung, wachsende ökonomische Interdependenzen über Ländergrenzen (globale Kapitalflüsse) aber auch steigende Migrationszahlen in die westliche Welt (durch Flucht und globale Bewegungen von Arbeitskräften) sind die vielleicht polarisierensten Themen.

 

Welchen Beitrag können Schüler und Schulen leisten, um der Verbreitung von Fake-News entgegenzutreten? Wie kann faktenbasiertes Wissen systematisch in Debatten in sozialen Netzwerken eingebraucht werden? Wie kann eine verantwortungsvolle Diskussionskultur im Netz gestärkt werden ohne Gefahr zu laufen, staatlicher Zensur Vorschub zu leisten?

YES! Team

 

Logo Oberschule zum Dom Lübeck

Das Thema “Faktenbasierte Debatten stärken” kann durch die YES! Teams der Region Nord als YES! 2017 Thema ausgewählt werden.

 

Das Thema „Faktenbasierte Debatten stärken“ wurde vom YES! Team der Oberschule zum Dom Lübeck für die Bearbeitung im YES! 2017 ausgewählt.

 

Das YES! 2017 Team der Oberschule zu Dom Lübeck stellt sich hier vor.

Wissenschaftlicher Partner

 

Unterstützt durch unseren wissenschaftlichen Partner IfW – Institut für Weltwirtschaft in Kiel und den Forschern Esther Ademmer und Tobias Stöhr.

Träger

Das YES! – Young Economic Summit ist ein gemeinsames Projekt der ZBW – Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft aus Kiel und der Joachim Herz Stiftung aus Hamburg.

 

Die ZBW ist das weltweit größte Informationszentrum für wirtschaftswissenschaftliche Literatur und bestens aufgestellt, um Schülerinnen und Schülern Informationskompetenz zu vermitteln und mit Information zu versorgen.

 

Die Joachim Herz Stiftung ist wirtschaftlich unabhängig und politisch neutral. Sie verfügt über große Erfahrung bei der Konzeption und Durchführung von Projekten für junge Menschen, gerade im Bereich der ökonomischen Bildung.

Logo Joachim Herz Stiftung

Kontakt

Laura Bickel
Projektmanagerin
t: +49 (0) 431 8814 359
e: l.bickel@zbw.eu

Portrait Kai Meinke

Kai Meinke
Projektmanager
t: +49 (0) 431 8814 643
e: k.meinke@zbw.eu

Bildmaterial (von oben nach unten): (c) shutterstock.com / garagestock, (c) IfW – Institut für Weltwirtschaft Kiel, (c) shutterstock.com / garagestock, (c) ZBW – Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft, (c) Joachim Herz Stiftung.