Europäische Integration und der Aufstieg national-populistischer Parteien

Unterstützt durch unseren wissenschaftlichen Partner Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung GmbH (ZEW) Mannheim und die Forscher Sebastian Blesse und Thomas Schwab.

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In den vergangenen Jahren hat es in vielen EU-Staaten einen starken Anstieg an Europa-skeptischen Parteien gegeben: “AfD” in Deutschland, “Front du National” in Frankreich oder “Jobbik” in Ungarn. Die Wiederauferstehung des Nationalismus gipfelte in der Abstimmung des britischen Volkes für den Brexit.

 

In vielerlei Hinsicht stellen die nationalistischen Parteien zwei Kernpunkte infrage: zum einen den Status Quo – so wie es bei der Abstimmung zu Abspaltung in Großbritannien der Fall war – und den Prozess einer noch stärkeren europäischen Integration.

 

Diese Situation birgt unterschiedliche Gefahren. Erstens, durch den Aufstieg der nationalistischen Parteien (und einer starken Unterstützung durch die Wähler) könnten die nationalen Regierungen eine mehr nationalistischere, populärere Haltung einnehmen, um ihre Machtposition nicht zu gefährden. Damit könnten sie allerdings die Zusammenarbeit mit der Europäischen Union erschweren. Im schlimmsten Fall könnte das zu einer Abspaltung wie in Großbritannien führen.

 

Zweitens könnte eine größere Polarisierung der Wählerschaft in den EU-Mitgliedsstaaten durch nationalistische Kräfte zu einer sozialen Destabilisierung der Gesellschaft in diesen Einzelstaaten – und damit der EU – führen.

 

Drittens hat die Finanz- und Schuldenkrise, die 2009 begann, hat gravierende Mängel in der Architektur der Europäischen Union und der Eurozone aufgedeckt.

 

EU-weite Reformen sind notwendig, um die Stabilität der Mitgliedsstaaten zu erhöhen, zukünftige Krisen zu vermeiden und den Wohlstand in Europa perspektivisch zu fördern. Die nationalistischen Tendenzen, weniger mit der EU zusammenarbeiten zu wollen und der EU Aufgaben zu überlassen, gefährden den europäischen Reformprozess. Darüber hinaus könnten nationalistischen Trittbrettfahrer bereits etablierte Regeln der Union anfechten, wie etwa die Reformvorgaben für Kredite aus dem ESM Europäischen Stabilitätsmechanismus.

 

Wie kann Europa mit dem stärker werdenden Nationalismus fertig werden? Was kann man tun, um die Europäische Union zu unterstützen, wenn immer mehr unterschiedliche Präferenzen geäußert werden? Ist das Wiedererstarken des Nationalismus vielleicht auch eine Chance für eine Legitimierung und Verantwortung der Union? Wer ist für die derzeitige Situation verantwortlich: die EU, die Mitgliedsstaaten oder ist es eine Geschichte, die die Finanzkrise geschrieben hat? Kann sich Europa besser rechtfertigen, mehr Verantwortung übernehmen und mehr direkte Demokratie aufnehmen? Wie kann man den Wert Europas bemessen und wie kann man ihn den Menschen näher bringen?

YES! Teams

 

Logo Albert-Schweitzer-Gymnasium Dillingen
Logo Hohe Landesschule Hanau

Das Thema “Europäische Integration und der Aufstieg national-populistischer Parteien” kann durch die YES! Teams der Region Süd-West als YES! 2017 Thema ausgewählt werden.

 

Das Thema „Europäische Integration und der Aufstieg national-populistischer Parteien“ wurde von den YES! Teams des Albert-Schweitzer-Gymnasium Dillingen und der Hohen Landesschule Hanau für die Bearbeitung im YES! 2017 ausgewählt.

 

Das YES! 2017 Team des Albert-Schweitzer-Gymnasium Dillingen stellt sich hier vor.

Wissenschaftlicher Partner

 

Logo Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) Mannheim

Das Thema “Europäische Integration und der Aufstieg national-populistischer Parteien” wurde von den Forschenden des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung GmbH (ZEW) Mannheim vorgeschlagen. Die YES! Teams werden beraten durch die Forscher Sebastian Blesse und Thomas Schwab.

Träger

Das YES! – Young Economic Summit ist ein gemeinsames Projekt der ZBW – Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft aus Kiel und der Joachim Herz Stiftung aus Hamburg.

 

Die ZBW ist das weltweit größte Informationszentrum für wirtschaftswissenschaftliche Literatur und bestens aufgestellt, um Schülerinnen und Schülern Informationskompetenz zu vermitteln und mit Information zu versorgen.

 

Die Joachim Herz Stiftung ist wirtschaftlich unabhängig und politisch neutral. Sie verfügt über große Erfahrung bei der Konzeption und Durchführung von Projekten für junge Menschen, gerade im Bereich der ökonomischen Bildung.

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Kontakt

Laura Bickel
Projektmanagerin
t: +49 (0) 431 8814 359
e: l.bickel@zbw.eu

Portrait Kai Meinke

Kai Meinke
Projektmanager
t: +49 (0) 431 8814 643
e: k.meinke@zbw.eu

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