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RWI – Leibniz Institute for Economic Research2018-12-19T15:58:14+01:00

RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung

Das RWI ist Partner des YES! – Young Economic Summit seit 2018.

Das RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung ist eines der führenden Zentren für wissenschaftliche Forschung und evidenzbasierte Politikberatung in Deutschland und Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft.

Wirtschaft geht jeden etwas an: Im RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung erforschen Wissenschaftler, was warum und mit welchen Folgen für den Einzelnen und die Gesellschaft in der Wirtschaft passiert. Das Institut unterstützt mit diesen Forschungen die Politik, liefert wichtige Grundlagen für deren Entscheidungen und bewertet politische Maßnahmen. Dazu forscht das RWI in allen Ebenen – vom Individuum bis zur Weltwirtschaft – in vier Kompetenzbereichen: „Arbeitsmärkte, Bildung, Bevölkerung“, „Gesundheit“, „Umwelt und Ressourcen“ sowie „Wachstum, Konjunktur, Öffentliche Finanzen“. Das „FDZ Ruhr am RWI“ versorgt die Wissenschaftler mit aktuellsten Zahlen. Zudem möchte das RWI als öffentlich finanziertes Forschungsinstitut wirtschaftliche Zusammenhänge verständlich der Öffentlichkeit vermitteln – damit jeder Wirtschaft versteht.

Das RWI im Internet und Social Web

Homepage: www.rwi-essen.de

Twitter: @RWI_Essen

Facebook: @RWI.Essen

Flickr: RWI_Essen

RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung

Das RWI ist Partner des YES! – Young Economic Summit seit 2018.

Das RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung ist eines der führenden Zentren für wissenschaftliche Forschung und evidenzbasierte Politikberatung in Deutschland und Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft.

Wirtschaft geht jeden etwas an: Im RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung erforschen Wissenschaftler, was warum und mit welchen Folgen für den Einzelnen und die Gesellschaft in der Wirtschaft passiert. Das Institut unterstützt mit diesen Forschungen die Politik, liefert wichtige Grundlagen für deren Entscheidungen und bewertet politische Maßnahmen. Dazu forscht das RWI in allen Ebenen – vom Individuum bis zur Weltwirtschaft – in vier Kompetenzbereichen: „Arbeitsmärkte, Bildung, Bevölkerung“, „Gesundheit“, „Umwelt und Ressourcen“ sowie „Wachstum, Konjunktur, Öffentliche Finanzen“. Das „FDZ Ruhr am RWI“ versorgt die Wissenschaftler mit aktuellsten Zahlen. Zudem möchte das RWI als öffentlich finanziertes Forschungsinstitut wirtschaftliche Zusammenhänge verständlich der Öffentlichkeit vermitteln – damit jeder Wirtschaft versteht.

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Forschende am RWI und Teilnehmer am YES!

Abwanderung, Leerstand, Attraktivitätsverlust – Wie kann die Zukunftsfähigkeit der Innenstädte im ländlichen Raum langfristig gesteigert werden?

Städte waren schon immer wirtschaftliche, soziale und kulturelle Zentren ihrer Region und standen und stehen mit ihr im wechselseitigen Verhältnis. Diese Dynamik verbunden mit verschiedenen sozioökonomischen Faktoren und Trends bieten den Städten Chancen, stellen sie aber auch vor weitreichende Herausforderungen. Dabei üben insbesondere Metropolen und Großstädte eine Sogwirkung auf die jüngere Bevölkerung aus, die oft zu einer weitreichenden Abwanderung im ländlichen Raum führt. Schließungen im Einzelhandel, Leerstände oder Versorgungslücken sind die Folge und führen dazu, dass viele Kleinstädte vor den gleichen Problemen stehen: Sie spüren die negativen Auswirkungen auf ihre Attraktivität, auf die Verfügbarkeit von Waren und Dienstleistungen und die Frequentierung. Angesichts gleichzeitig steigender Kosten sind viele Kommunen zusätzlich gezwungen, wichtige Einrichtungen wie Schulen oder Kultur- und Freizeiteinrichtungen zu schließen. Damit verschlechtert sich die Attraktivität weiter und die Lebensqualität sinkt. Erfolgreiche Zentren sind jedoch die Basis für zukunftsfähige ländliche Räume und jede Stadt und ihre lokalen Akteure sollten alles dafür tun, die Attraktivität des jeweiligen Lebensraums zu erhöhen. Dies geht über das reine Angebot von Einkaufsmöglichkeiten hinaus, da der Handel angesichts der zunehmenden Konkurrenz durch den Onlinehandel kaum noch in der Lage ist, die nötige Passantenfrequenz anzubieten. Nur mit einer gesunden Mischung aus Handel, Gastronomie, Kultur, Arbeiten, Bildung, Verwaltung, und Wohnen können attraktive, lebenswerte Räume geschaffen und das langfristige Ziel erreicht werden, der Bevölkerung eine Zukunfts- und Bleibeperspektive zu eröffnen.

Wie kann der innerstädtische Kern mit seinen vorhandenen Nutzungsstrukturen aufgewertet werden, um das Image bzw. die Attraktivität der Stadt zu verbessern?
Wie kann die Bevölkerung dafür sensibilisiert werden, dass attraktive Innenstädte wichtig für die Entwicklung der Region sind?
Wie können die Bürger in den Stadtentwicklungsprozess involviert werden, um diesen erfolgreich mitzugestalten?
Wie kann ein vorhandener Leerstand erfolgreich (zwischen)genutzt werden, um das Ortsbild zu verbessern und weitere Schließungen zu verhindern?
Wie können Unternehmen das Thema Arbeit organisieren, um das Erwerbspersonenpotenzial auch im ländlichen Raum zu nutzen?
Wie kann die Nahversorgung sichergestellt werden?

Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) https://www.bbsr.bund.de/BBSR/DE/Home/bbsr_node.html

Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI), Initiative Kleinstädte in Deutschland, verschiedene Publikationen
https://www.bmi.bund.de/DE/themen/bauen-wohnen/stadt-wohnen/stadtentwicklung/kleinstaedte-in-deutschland/kleinstaedte-in-deutschland-node.html;jsessionid=F22BCFA30623836D5FB1BB90874A3441.2_cid295

Hilpert, M. Völkening, N. und C. Beck (2018): Innenstädte im ländlichen Raum – Wirksame Maßnahmen zur Revitalisierung zentraler Einzelhandelslagen im ruralen Umfeld. In: Standort (2018) 42:111–116

IHK Schwaben (2016), Innenstädte im ländlichen Raum – Perspektiven und Handlungsempfehlungen für Ortszentren in Bayerisch-Schwaben.
https://www.schwaben.ihk.de/produktmarken/branchen-und-netzwerke/handel/einzelhandel/innenstaedte-im-laendlichen-raum-3549092

Wissenschaftlicher Partner:

Betreuer der YES!-Teams und Autoren des Themenvorschlags:

Daniel Stöhlker

Foto: (c) ifo Institut

Daniel Stöhlker ist Doktorand am ifo Institut in München im Bereich der Steuer- und Fiskalpolitik. Seine Forschungsinteressen umfassen vor allem Fragen der optimalen Besteuerung von Unternehmen sowie Governance der europäischen Wirtschafts- und Finanzpolitik.

YES!-Themen von Daniel Stöhlker

Vorhersagbar und versicherbar? (Wie) lassen sich juristische Risiken bepreisen?

Volumen und Komplexität von Geschäftsprozessen steigen in einer ökonomisch immer weiter wachsenden und immer stärker globalisierten Welt unaufhaltsam. Dementsprechend erhöht sich auch die juristische Komplexität, die das Rechtssystem zu bewältigen hat. Das zeigt sich beispielsweise in Phänomenen wie den knapp 63.000 Einzelklagen zum sogenannten Dieselskandal.
Alle Gerichtsprozesse sind mit ökonomischen Risiken, insbesondere auch Kostenrisiken (Anwaltskosten, Gerichtskosten, etc.), verbunden. Trotz dieser enormen wirtschaftlichen Bedeutung von juristischen Risiken für Unternehmen bzw. Verbraucherinnen und Verbraucher ist der Markt für die Bepreisung und den Handel von juristischen Risiken noch klein.
Unternehmen wie beispielsweise Burford Capital haben es sich zum Ziel gemacht, juristische Risiken in Portfolien zusammenzustellen und strategisch in erfolgversprechende Fälle zu investieren. Als die Firma Muddy Waters Research jüngst an dem Erfolg dieses Geschäftsmodells Zweifel äußerte und es zu einem öffentlichen Schlagabtausch kam, geriet der Aktienpreis von Burford erheblich unter Druck.

Wie könnte man juristische Risiken (aus Zivilprozessen) sinnvoll bepreisen?
Ist der aktuelle Industriestandard – die bloße Bewertung durch Experten – notwendigerweise einer Bewertung von Crowds (beispielsweise durch Prediction Markets wie die Iowa Electronic Markets, siehe Literaturliste) oder einer Bewertung durch Algorithmen überlegen? Wie lassen sich die Risiken aus Zivilprozessen versichern?

Volker Votsmeier, Handelsblatt, “Dieselgate: Berater kosten den VW-Konzern 1,77 Milliarden Euro”, https://www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/autohersteller-berater-im-dieselskandal-kosten-den-vw-konzern-mehr-als-1-7-milliarden-euro/24457804.html

Muddy Waters: MW is Short Burford Capital, https://www.muddywatersresearch.com/research/bur/mw-is-short/

Iowa Electronic Markets, https://iemweb.biz.uiowa.edu

Daniel Martin Katz, Fin(Legal) Tech, Vortrag an der Bucerius Law School, https://www.youtube.com/watch?v=nBeL6MBzSY8

Wissenschaftlicher Partner:

Betreuer der YES!-Teams und Autor des Themenvorschlags:

Abwanderung, Leerstand, Attraktivitätsverlust – Wie kann die Zukunftsfähigkeit der Innenstädte im ländlichen Raum langfristig gesteigert werden?

Städte waren schon immer wirtschaftliche, soziale und kulturelle Zentren ihrer Region und standen und stehen mit ihr im wechselseitigen Verhältnis. Diese Dynamik verbunden mit verschiedenen sozioökonomischen Faktoren und Trends bieten den Städten Chancen, stellen sie aber auch vor weitreichende Herausforderungen. Dabei üben insbesondere Metropolen und Großstädte eine Sogwirkung auf die jüngere Bevölkerung aus, die oft zu einer weitreichenden Abwanderung im ländlichen Raum führt. Schließungen im Einzelhandel, Leerstände oder Versorgungslücken sind die Folge und führen dazu, dass viele Kleinstädte vor den gleichen Problemen stehen: Sie spüren die negativen Auswirkungen auf ihre Attraktivität, auf die Verfügbarkeit von Waren und Dienstleistungen und die Frequentierung. Angesichts gleichzeitig steigender Kosten sind viele Kommunen zusätzlich gezwungen, wichtige Einrichtungen wie Schulen oder Kultur- und Freizeiteinrichtungen zu schließen. Damit verschlechtert sich die Attraktivität weiter und die Lebensqualität sinkt. Erfolgreiche Zentren sind jedoch die Basis für zukunftsfähige ländliche Räume und jede Stadt und ihre lokalen Akteure sollten alles dafür tun, die Attraktivität des jeweiligen Lebensraums zu erhöhen. Dies geht über das reine Angebot von Einkaufsmöglichkeiten hinaus, da der Handel angesichts der zunehmenden Konkurrenz durch den Onlinehandel kaum noch in der Lage ist, die nötige Passantenfrequenz anzubieten. Nur mit einer gesunden Mischung aus Handel, Gastronomie, Kultur, Arbeiten, Bildung, Verwaltung, und Wohnen können attraktive, lebenswerte Räume geschaffen und das langfristige Ziel erreicht werden, der Bevölkerung eine Zukunfts- und Bleibeperspektive zu eröffnen.

Wie kann der innerstädtische Kern mit seinen vorhandenen Nutzungsstrukturen aufgewertet werden, um das Image bzw. die Attraktivität der Stadt zu verbessern?
Wie kann die Bevölkerung dafür sensibilisiert werden, dass attraktive Innenstädte wichtig für die Entwicklung der Region sind?
Wie können die Bürger in den Stadtentwicklungsprozess involviert werden, um diesen erfolgreich mitzugestalten?
Wie kann ein vorhandener Leerstand erfolgreich (zwischen)genutzt werden, um das Ortsbild zu verbessern und weitere Schließungen zu verhindern?
Wie können Unternehmen das Thema Arbeit organisieren, um das Erwerbspersonenpotenzial auch im ländlichen Raum zu nutzen?
Wie kann die Nahversorgung sichergestellt werden?

Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) https://www.bbsr.bund.de/BBSR/DE/Home/bbsr_node.html

Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI), Initiative Kleinstädte in Deutschland, verschiedene Publikationen
https://www.bmi.bund.de/DE/themen/bauen-wohnen/stadt-wohnen/stadtentwicklung/kleinstaedte-in-deutschland/kleinstaedte-in-deutschland-node.html;jsessionid=F22BCFA30623836D5FB1BB90874A3441.2_cid295

Hilpert, M. Völkening, N. und C. Beck (2018): Innenstädte im ländlichen Raum – Wirksame Maßnahmen zur Revitalisierung zentraler Einzelhandelslagen im ruralen Umfeld. In: Standort (2018) 42:111–116

IHK Schwaben (2016), Innenstädte im ländlichen Raum – Perspektiven und Handlungsempfehlungen für Ortszentren in Bayerisch-Schwaben.
https://www.schwaben.ihk.de/produktmarken/branchen-und-netzwerke/handel/einzelhandel/innenstaedte-im-laendlichen-raum-3549092

Wissenschaftlicher Partner:

Betreuer der YES!-Teams und Autoren des Themenvorschlags:

Daniel Stöhlker

Foto: (c) ifo Institut

Daniel Stöhlker ist Doktorand am ifo Institut in München im Bereich der Steuer- und Fiskalpolitik. Seine Forschungsinteressen umfassen vor allem Fragen der optimalen Besteuerung von Unternehmen sowie Governance der europäischen Wirtschafts- und Finanzpolitik.

YES!-Themen von Daniel Stöhlker

Vorhersagbar und versicherbar? (Wie) lassen sich juristische Risiken bepreisen?

Volumen und Komplexität von Geschäftsprozessen steigen in einer ökonomisch immer weiter wachsenden und immer stärker globalisierten Welt unaufhaltsam. Dementsprechend erhöht sich auch die juristische Komplexität, die das Rechtssystem zu bewältigen hat. Das zeigt sich beispielsweise in Phänomenen wie den knapp 63.000 Einzelklagen zum sogenannten Dieselskandal.
Alle Gerichtsprozesse sind mit ökonomischen Risiken, insbesondere auch Kostenrisiken (Anwaltskosten, Gerichtskosten, etc.), verbunden. Trotz dieser enormen wirtschaftlichen Bedeutung von juristischen Risiken für Unternehmen bzw. Verbraucherinnen und Verbraucher ist der Markt für die Bepreisung und den Handel von juristischen Risiken noch klein.
Unternehmen wie beispielsweise Burford Capital haben es sich zum Ziel gemacht, juristische Risiken in Portfolien zusammenzustellen und strategisch in erfolgversprechende Fälle zu investieren. Als die Firma Muddy Waters Research jüngst an dem Erfolg dieses Geschäftsmodells Zweifel äußerte und es zu einem öffentlichen Schlagabtausch kam, geriet der Aktienpreis von Burford erheblich unter Druck.

Wie könnte man juristische Risiken (aus Zivilprozessen) sinnvoll bepreisen?
Ist der aktuelle Industriestandard – die bloße Bewertung durch Experten – notwendigerweise einer Bewertung von Crowds (beispielsweise durch Prediction Markets wie die Iowa Electronic Markets, siehe Literaturliste) oder einer Bewertung durch Algorithmen überlegen? Wie lassen sich die Risiken aus Zivilprozessen versichern?

Volker Votsmeier, Handelsblatt, “Dieselgate: Berater kosten den VW-Konzern 1,77 Milliarden Euro”, https://www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/autohersteller-berater-im-dieselskandal-kosten-den-vw-konzern-mehr-als-1-7-milliarden-euro/24457804.html

Muddy Waters: MW is Short Burford Capital, https://www.muddywatersresearch.com/research/bur/mw-is-short/

Iowa Electronic Markets, https://iemweb.biz.uiowa.edu

Daniel Martin Katz, Fin(Legal) Tech, Vortrag an der Bucerius Law School, https://www.youtube.com/watch?v=nBeL6MBzSY8

Wissenschaftlicher Partner:

Betreuer der YES!-Teams und Autor des Themenvorschlags:

Abwanderung, Leerstand, Attraktivitätsverlust – Wie kann die Zukunftsfähigkeit der Innenstädte im ländlichen Raum langfristig gesteigert werden?

Städte waren schon immer wirtschaftliche, soziale und kulturelle Zentren ihrer Region und standen und stehen mit ihr im wechselseitigen Verhältnis. Diese Dynamik verbunden mit verschiedenen sozioökonomischen Faktoren und Trends bieten den Städten Chancen, stellen sie aber auch vor weitreichende Herausforderungen. Dabei üben insbesondere Metropolen und Großstädte eine Sogwirkung auf die jüngere Bevölkerung aus, die oft zu einer weitreichenden Abwanderung im ländlichen Raum führt. Schließungen im Einzelhandel, Leerstände oder Versorgungslücken sind die Folge und führen dazu, dass viele Kleinstädte vor den gleichen Problemen stehen: Sie spüren die negativen Auswirkungen auf ihre Attraktivität, auf die Verfügbarkeit von Waren und Dienstleistungen und die Frequentierung. Angesichts gleichzeitig steigender Kosten sind viele Kommunen zusätzlich gezwungen, wichtige Einrichtungen wie Schulen oder Kultur- und Freizeiteinrichtungen zu schließen. Damit verschlechtert sich die Attraktivität weiter und die Lebensqualität sinkt. Erfolgreiche Zentren sind jedoch die Basis für zukunftsfähige ländliche Räume und jede Stadt und ihre lokalen Akteure sollten alles dafür tun, die Attraktivität des jeweiligen Lebensraums zu erhöhen. Dies geht über das reine Angebot von Einkaufsmöglichkeiten hinaus, da der Handel angesichts der zunehmenden Konkurrenz durch den Onlinehandel kaum noch in der Lage ist, die nötige Passantenfrequenz anzubieten. Nur mit einer gesunden Mischung aus Handel, Gastronomie, Kultur, Arbeiten, Bildung, Verwaltung, und Wohnen können attraktive, lebenswerte Räume geschaffen und das langfristige Ziel erreicht werden, der Bevölkerung eine Zukunfts- und Bleibeperspektive zu eröffnen.

Wie kann der innerstädtische Kern mit seinen vorhandenen Nutzungsstrukturen aufgewertet werden, um das Image bzw. die Attraktivität der Stadt zu verbessern?
Wie kann die Bevölkerung dafür sensibilisiert werden, dass attraktive Innenstädte wichtig für die Entwicklung der Region sind?
Wie können die Bürger in den Stadtentwicklungsprozess involviert werden, um diesen erfolgreich mitzugestalten?
Wie kann ein vorhandener Leerstand erfolgreich (zwischen)genutzt werden, um das Ortsbild zu verbessern und weitere Schließungen zu verhindern?
Wie können Unternehmen das Thema Arbeit organisieren, um das Erwerbspersonenpotenzial auch im ländlichen Raum zu nutzen?
Wie kann die Nahversorgung sichergestellt werden?

Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) https://www.bbsr.bund.de/BBSR/DE/Home/bbsr_node.html

Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI), Initiative Kleinstädte in Deutschland, verschiedene Publikationen
https://www.bmi.bund.de/DE/themen/bauen-wohnen/stadt-wohnen/stadtentwicklung/kleinstaedte-in-deutschland/kleinstaedte-in-deutschland-node.html;jsessionid=F22BCFA30623836D5FB1BB90874A3441.2_cid295

Hilpert, M. Völkening, N. und C. Beck (2018): Innenstädte im ländlichen Raum – Wirksame Maßnahmen zur Revitalisierung zentraler Einzelhandelslagen im ruralen Umfeld. In: Standort (2018) 42:111–116

IHK Schwaben (2016), Innenstädte im ländlichen Raum – Perspektiven und Handlungsempfehlungen für Ortszentren in Bayerisch-Schwaben.
https://www.schwaben.ihk.de/produktmarken/branchen-und-netzwerke/handel/einzelhandel/innenstaedte-im-laendlichen-raum-3549092

Wissenschaftlicher Partner:

Betreuer der YES!-Teams und Autoren des Themenvorschlags:

Daniel Stöhlker

Foto: (c) ifo Institut

Daniel Stöhlker ist Doktorand am ifo Institut in München im Bereich der Steuer- und Fiskalpolitik. Seine Forschungsinteressen umfassen vor allem Fragen der optimalen Besteuerung von Unternehmen sowie Governance der europäischen Wirtschafts- und Finanzpolitik.

YES!-Themen von Daniel Stöhlker

Vorhersagbar und versicherbar? (Wie) lassen sich juristische Risiken bepreisen?

Volumen und Komplexität von Geschäftsprozessen steigen in einer ökonomisch immer weiter wachsenden und immer stärker globalisierten Welt unaufhaltsam. Dementsprechend erhöht sich auch die juristische Komplexität, die das Rechtssystem zu bewältigen hat. Das zeigt sich beispielsweise in Phänomenen wie den knapp 63.000 Einzelklagen zum sogenannten Dieselskandal.
Alle Gerichtsprozesse sind mit ökonomischen Risiken, insbesondere auch Kostenrisiken (Anwaltskosten, Gerichtskosten, etc.), verbunden. Trotz dieser enormen wirtschaftlichen Bedeutung von juristischen Risiken für Unternehmen bzw. Verbraucherinnen und Verbraucher ist der Markt für die Bepreisung und den Handel von juristischen Risiken noch klein.
Unternehmen wie beispielsweise Burford Capital haben es sich zum Ziel gemacht, juristische Risiken in Portfolien zusammenzustellen und strategisch in erfolgversprechende Fälle zu investieren. Als die Firma Muddy Waters Research jüngst an dem Erfolg dieses Geschäftsmodells Zweifel äußerte und es zu einem öffentlichen Schlagabtausch kam, geriet der Aktienpreis von Burford erheblich unter Druck.

Wie könnte man juristische Risiken (aus Zivilprozessen) sinnvoll bepreisen?
Ist der aktuelle Industriestandard – die bloße Bewertung durch Experten – notwendigerweise einer Bewertung von Crowds (beispielsweise durch Prediction Markets wie die Iowa Electronic Markets, siehe Literaturliste) oder einer Bewertung durch Algorithmen überlegen? Wie lassen sich die Risiken aus Zivilprozessen versichern?

Volker Votsmeier, Handelsblatt, “Dieselgate: Berater kosten den VW-Konzern 1,77 Milliarden Euro”, https://www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/autohersteller-berater-im-dieselskandal-kosten-den-vw-konzern-mehr-als-1-7-milliarden-euro/24457804.html

Muddy Waters: MW is Short Burford Capital, https://www.muddywatersresearch.com/research/bur/mw-is-short/

Iowa Electronic Markets, https://iemweb.biz.uiowa.edu

Daniel Martin Katz, Fin(Legal) Tech, Vortrag an der Bucerius Law School, https://www.youtube.com/watch?v=nBeL6MBzSY8

Wissenschaftlicher Partner:

Betreuer der YES!-Teams und Autor des Themenvorschlags:

Abwanderung, Leerstand, Attraktivitätsverlust – Wie kann die Zukunftsfähigkeit der Innenstädte im ländlichen Raum langfristig gesteigert werden?

Städte waren schon immer wirtschaftliche, soziale und kulturelle Zentren ihrer Region und standen und stehen mit ihr im wechselseitigen Verhältnis. Diese Dynamik verbunden mit verschiedenen sozioökonomischen Faktoren und Trends bieten den Städten Chancen, stellen sie aber auch vor weitreichende Herausforderungen. Dabei üben insbesondere Metropolen und Großstädte eine Sogwirkung auf die jüngere Bevölkerung aus, die oft zu einer weitreichenden Abwanderung im ländlichen Raum führt. Schließungen im Einzelhandel, Leerstände oder Versorgungslücken sind die Folge und führen dazu, dass viele Kleinstädte vor den gleichen Problemen stehen: Sie spüren die negativen Auswirkungen auf ihre Attraktivität, auf die Verfügbarkeit von Waren und Dienstleistungen und die Frequentierung. Angesichts gleichzeitig steigender Kosten sind viele Kommunen zusätzlich gezwungen, wichtige Einrichtungen wie Schulen oder Kultur- und Freizeiteinrichtungen zu schließen. Damit verschlechtert sich die Attraktivität weiter und die Lebensqualität sinkt. Erfolgreiche Zentren sind jedoch die Basis für zukunftsfähige ländliche Räume und jede Stadt und ihre lokalen Akteure sollten alles dafür tun, die Attraktivität des jeweiligen Lebensraums zu erhöhen. Dies geht über das reine Angebot von Einkaufsmöglichkeiten hinaus, da der Handel angesichts der zunehmenden Konkurrenz durch den Onlinehandel kaum noch in der Lage ist, die nötige Passantenfrequenz anzubieten. Nur mit einer gesunden Mischung aus Handel, Gastronomie, Kultur, Arbeiten, Bildung, Verwaltung, und Wohnen können attraktive, lebenswerte Räume geschaffen und das langfristige Ziel erreicht werden, der Bevölkerung eine Zukunfts- und Bleibeperspektive zu eröffnen.

Wie kann der innerstädtische Kern mit seinen vorhandenen Nutzungsstrukturen aufgewertet werden, um das Image bzw. die Attraktivität der Stadt zu verbessern?
Wie kann die Bevölkerung dafür sensibilisiert werden, dass attraktive Innenstädte wichtig für die Entwicklung der Region sind?
Wie können die Bürger in den Stadtentwicklungsprozess involviert werden, um diesen erfolgreich mitzugestalten?
Wie kann ein vorhandener Leerstand erfolgreich (zwischen)genutzt werden, um das Ortsbild zu verbessern und weitere Schließungen zu verhindern?
Wie können Unternehmen das Thema Arbeit organisieren, um das Erwerbspersonenpotenzial auch im ländlichen Raum zu nutzen?
Wie kann die Nahversorgung sichergestellt werden?

Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) https://www.bbsr.bund.de/BBSR/DE/Home/bbsr_node.html

Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI), Initiative Kleinstädte in Deutschland, verschiedene Publikationen
https://www.bmi.bund.de/DE/themen/bauen-wohnen/stadt-wohnen/stadtentwicklung/kleinstaedte-in-deutschland/kleinstaedte-in-deutschland-node.html;jsessionid=F22BCFA30623836D5FB1BB90874A3441.2_cid295

Hilpert, M. Völkening, N. und C. Beck (2018): Innenstädte im ländlichen Raum – Wirksame Maßnahmen zur Revitalisierung zentraler Einzelhandelslagen im ruralen Umfeld. In: Standort (2018) 42:111–116

IHK Schwaben (2016), Innenstädte im ländlichen Raum – Perspektiven und Handlungsempfehlungen für Ortszentren in Bayerisch-Schwaben.
https://www.schwaben.ihk.de/produktmarken/branchen-und-netzwerke/handel/einzelhandel/innenstaedte-im-laendlichen-raum-3549092

Wissenschaftlicher Partner:

Betreuer der YES!-Teams und Autoren des Themenvorschlags:

Daniel Stöhlker

Foto: (c) ifo Institut

Daniel Stöhlker ist Doktorand am ifo Institut in München im Bereich der Steuer- und Fiskalpolitik. Seine Forschungsinteressen umfassen vor allem Fragen der optimalen Besteuerung von Unternehmen sowie Governance der europäischen Wirtschafts- und Finanzpolitik.

YES!-Themen von Daniel Stöhlker

Vorhersagbar und versicherbar? (Wie) lassen sich juristische Risiken bepreisen?

Volumen und Komplexität von Geschäftsprozessen steigen in einer ökonomisch immer weiter wachsenden und immer stärker globalisierten Welt unaufhaltsam. Dementsprechend erhöht sich auch die juristische Komplexität, die das Rechtssystem zu bewältigen hat. Das zeigt sich beispielsweise in Phänomenen wie den knapp 63.000 Einzelklagen zum sogenannten Dieselskandal.
Alle Gerichtsprozesse sind mit ökonomischen Risiken, insbesondere auch Kostenrisiken (Anwaltskosten, Gerichtskosten, etc.), verbunden. Trotz dieser enormen wirtschaftlichen Bedeutung von juristischen Risiken für Unternehmen bzw. Verbraucherinnen und Verbraucher ist der Markt für die Bepreisung und den Handel von juristischen Risiken noch klein.
Unternehmen wie beispielsweise Burford Capital haben es sich zum Ziel gemacht, juristische Risiken in Portfolien zusammenzustellen und strategisch in erfolgversprechende Fälle zu investieren. Als die Firma Muddy Waters Research jüngst an dem Erfolg dieses Geschäftsmodells Zweifel äußerte und es zu einem öffentlichen Schlagabtausch kam, geriet der Aktienpreis von Burford erheblich unter Druck.

Wie könnte man juristische Risiken (aus Zivilprozessen) sinnvoll bepreisen?
Ist der aktuelle Industriestandard – die bloße Bewertung durch Experten – notwendigerweise einer Bewertung von Crowds (beispielsweise durch Prediction Markets wie die Iowa Electronic Markets, siehe Literaturliste) oder einer Bewertung durch Algorithmen überlegen? Wie lassen sich die Risiken aus Zivilprozessen versichern?

Volker Votsmeier, Handelsblatt, “Dieselgate: Berater kosten den VW-Konzern 1,77 Milliarden Euro”, https://www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/autohersteller-berater-im-dieselskandal-kosten-den-vw-konzern-mehr-als-1-7-milliarden-euro/24457804.html

Muddy Waters: MW is Short Burford Capital, https://www.muddywatersresearch.com/research/bur/mw-is-short/

Iowa Electronic Markets, https://iemweb.biz.uiowa.edu

Daniel Martin Katz, Fin(Legal) Tech, Vortrag an der Bucerius Law School, https://www.youtube.com/watch?v=nBeL6MBzSY8

Wissenschaftlicher Partner:

Betreuer der YES!-Teams und Autor des Themenvorschlags: