eFISHient – Das System rotierender Meeresschutzzonen

Eine Lösung der Lernwerft Kiel zum Schutz unser Meere und Ozeane

Das System rotierender Meeresschutzzonen

eFISHient – Das System rotierender Meeresschutzzonen oder “Marine Temporarily Protected Zones” ist eine Idee des YES! Teams der Lernwerft Kiel zur Umsetzung der Sustainable Developement Goals (SDGs) der Vereinten Nationen. Das System rotierender Schutzzonen unterstützt das Sustainable Development Goal Nr. 14 “Life below water”.

eFISHient - System rotierender Meeresschutzzonen

Die Idee

Lernwerft - Marine Temporarily Protected Zones -

Wir, das YES!-Team der Lernwerft, haben ein System rotierender Schutzzonen entwickelt, um der Überfischung Einhalt zu gebieten und gleichzeitig den wirtschaftlichen Schaden für alle Beteiligten gering zu halten.

Am Beispiel der Nordsee haben wir ein System aufgebaut, wonach die zu schützende Region in ähnlich große Zonen und diese wiederum in etwa gleich große Sektionen aufgeteilt wird. Die Sektionen innerhalb einer Zone sind abwechselnd geschützt (in der Karte rot ausgefüllt), was in unserem System das Verbot jeglicher Art des Fischens bedeutet. Nur das Durchqueren der geschützten Sektionen ist den Fischerbooten erlaubt. Die Sektionen sind hier groß genug, sodass sich auch größere Fischpopulationen noch ausreichend innerhalb des Gebiets bewegen können, aber auch klein genug, dass die Fischerboote noch genug ungeschützte Fischgründe nutzen können. Sowohl der Zeitrahmen als auch die Größe der Sektionen und Zonen kann jedoch an die zu schützende Region und Spezies angepasst werden.

 

Die Grenzen der Sektionen werden an Inseln und Küstenstädten gesetzt, um für die dort ansässigen Fischer immer eine ungeschützte Sektion erreichbar zu halten. Die Auswahl der geschützten Sektionen innerhalb der Zonen erfolgt zufällig, es sollten jedoch nie zwei geschützte Zonen aneinander grenzen.

 

Von dem System rotierender Schutzzonen ausgenommen ist ein etwa 12 Seemeilen breiter Küstenstreifen, wo die industrielle Fischerei dauerhaft verboten ist.

 

Das System wird durch drei bereits existierende Institutionen eingeführt und kontrolliert. OSPAR, ein zwischen den Anrainerstaaten bestehender Vertrag zum Schutz der Nordsee und des Nordostatlantiks, ist der Weg zur Implementierung unserer Idee.
ICES, der International Council for the Exploration of the Sea, ist für das Sammeln von Daten über Fischbestände und deren Entwicklung sowie Fischerei zuständig, mit deren Hilfe wir den Erfolg unserer Methode überprüfen können.
Das Satellite Vessel Monitoring System (S-VMS) kann zur Kontrolle der Einhaltung der Grenzen genutzt werden. Jedes Fischereifahrzeug von mind. zwölf Metern Länge ist dazu verpflichtet, einen entsprechenden Sender mit sich zu führen, der es der Polizei erlaubt, jederzeit den Standort, die Geschwindigkeit und das Bewegungsmuster der Fischer abzurufen, wodurch erkannt werden kann, ob und wie ein Schiff fischt.

Die Herausforderung

Mehr als 70% der Erdoberfläche sind von Ozeanen bedeckt und über 60% der Weltbevölkerung leben nicht weiter als 20km von der Küste entfernt. Die Ozeane versorgen uns mit natürlichen Ressourcen: Sie bilden eine solide Ernährungsgrundlage, stellen verschiedenste Materialien zur Verfügung, produzieren nachhaltig Energie und sind ein wichtiger Teil internationalen Handels.

 

 

Im Jahr 2014 waren 6,6 Millionen Menschen in der Fischereibranche tätig, 90% arbeiteten in kleinen Fischereibetrieben. Der weltweite Meeresfischfang belief sich auf 81,5 Millionen Tonnen.

 

 

Zunehmend mehr Fischbestände sind überfischt. Obwohl die Effizienz mariner Schutzzonen statistisch belegt ist, sind nur 0,28% der Ozeane als Marine Reserves geschützt.

 

 

Recherchen der Welternährungsorganisation im Jahr 2009 haben ergeben, dass bereits 57% der weltweiten Fischbestände vollständig ausgeschöpft und beinahe 30% überfischt sind. Erkenntnisse wie diese haben zum Ziel 14 der Sustainable Development Goals der Vereinten Nationen geführt: „Life below Water“.

 

Das #eFISHient System

Das Team

YES! 2016 Team Lernwerft Kiel

YES! Team Lernwerft Kiel

 

Das YES! Team der Lernwerft Kiel besteht aus Julica Schütz, Hanna Hanß, Benjamin Vorbeck, Henrieke Massierer und Lisa Autzen. Unterstützt werden sie von Ihrer Lehrkraft Andrea Görge. Mehr über das Team erfahren Sie auf der Teamseite.

 

Das Team in den sozialen Medien:

Facebook: YES-Team Lernwerft

Twitter: @YESforOceans

Instagram: yesforoceans

Change.org: Die Petition

Die Schule

Logo Lernwerft Kiel

Die Lernwerft Club of Rome Schule Kiel

Die Lernwerft Club of Rome Schule Kiel ist eine der aktiven YES! Projektschulen des Jahres 2016. Weitere Infos zur Lernwerft Club of Rome Schule Kiel finden Sie auf der YES! Profilseite der Schule oder auf der offiziellen Website www.lernwerft.de

Lernwerft gGmbH
Club of Rome Schule Kiel
Skagerrakufer 5
24159 Kiel

Der Pitch zum System

Die Diskussion beim YES! 2016

Die Präsentation

Hinweis: Navigieren Sie durch die Präsentation durch Klicks auf die Pfeile rechts und links in den Bildern der Slideshow.

Die SDGs

Implementing the SDGs – Measuring the Sustainable Ocean

 

YES! Themen hutterstock_283589756_P. Chinnapong

 

In Fortsetzung und Erweiterung der Millennium Development Goals (MDGs) haben die Vereinten Nationen 17 „Sustainable Development Goals“ verabschiedet. In den nächsten 15 Jahren sollen die Länder vermehrt Anstrengungen unternehmen, um jegliche Formen von Armut zu beenden, Ungleichheiten zu bekämpfen und gegen den Klimawandel anzugehen.

 

Ziel 14 lautet: Erhaltung und nachhaltigen Nutzung der Ozeane, Meere und Meeresressourcen

 

Die Weltmeere sind für das Leben auf der Erde unerlässlich. Sie regulieren die Temperatur, das Wetter, das Klima. Sie sorgen für Wasser, Nahrung und sogar Sauerstoff. Sie sind wichtige Handels- und Transportwege. In ihnen bündelt sich das Problem konkurrierender Verwendung zwischen einer öffentlichen Nutzung (Sicherung des Lebens) und einer kommerziellen Nutzung (als Schadstoffsenke, Ressourcenquelle und Transportweg). Zwischen beiden Nutzungen muss eine Balance auf Dauer hergestellt werden

 

Von daher ist ein nachhaltiger Umgang mit den Ozeanen essentiell für das Leben auf der Erde.

 

Wie kann man einen nachhaltigen Umgang mit Ozeanen, Meeren und Meeresressourcen sicherstellen? Wie kann man die nachhaltige Nutzung von Ozeanen, Meeren und Meeresressourcen quantifizieren? Welche Maßnahmen sind nötig, um die von der UN formulierten Ziele zu erreichen und was können wir dafür tun?

Unterstützung für das Team

Wilfried Rickels

Institut für Weltwirtschaft

Wilfried Rickels ist wissenschaftlicher Mitarbeiter im Forschungsbereich Umwelt und natürliche Ressourcen am Institut für Weltwirtschaft.

Die Diskutanten

Diese Diskutanten beteiligten sich an der Podiumsdiskussion zu diesem Thema während des  YES! – Young Economic Summit 2016 am 22. und 23. September im RBZ Wirtschaft . Kiel und gaben der Projektgruppe Feedback und Anregungen.

Eine Übersicht aller Diskutanten des YES! – Young Economic Summit 2016 finden Sie in der Sprecherübersicht.

Hugo-Maria Schally

Europäische Kommission

Nach Tätigkeit beim Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP) in Burkina Faso, im österreichischen Außenministerium und in der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) in Wien seit dem Jahr 1998 in der Europäischen Kommission als Abteilungsleiter in den Generaldirektionen „Außenbeziehungen“, „Entwicklung“ und „Umwelt“.

Seit 1. Juni 2014 in der Generaldirektion „Umwelt“ der Europäischen Kommission Abteilungsleiter für „Öko-Innovation und Kreislaufwirtschaft“. In den Verantwortungsbereich fällt unter anderem die Koordination der Vorbereitung des EU Maßnahmen Pakets zur „Kreislaufwirtschaft“ und die Entwicklung und Umsetzung der EU-Politiken und Instrumente zur Unterstützung des Übergangs zu einer Kreislaufwirtschaft.

Hugo-Maria Schally diskutiert die Lösungsidee des YES!-Teams der Lernwerft Kiel zu dem Thema „Implementing the SDGs-Measuring the Sustainable Ocean“.
Max Schön

Max Schön ist Mitglied des Rats für Nachhaltige Entwicklung der Bundesregierung. Max Schön diskutiert die Lösungsidee des YES!-Teams der Lernwerft Kiel zu dem Thema „Implementing the SDGs-Measuring the Sustainable Ocean“.

Portrait Kai Meinke

Kai Meinke

YES! – Young-Economic-Summit

Kai Meinke ist Co-Founder und Head of Digital des YES! – Young Economic-Summit. Außerdem ist er Projektleiter und Analyst bei der freenet Group, ehemaliger Projektmanager für das Global Economic Symposium und Gründer von FK Multibit.

Kai Meinke moderiert die Lösungsidee des YES!-Teams der Lernwerft Kiel zu dem Thema „Implementing the SDGs – Measuring the Sustainable Ocean“.

Literatur zum Thema

Eine Auswahl an Literatur wurde vom Team der ZBW – Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft in folgender Liste gesammelt. Weitere Informationen und Literatur können bei EconBiz recherchiert werden.