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Das erste Regionalfinale für das YES! 2018 – ein starker Start ins neue Jahr

vom YES!-Team

Es war schon ein wenig wie nach Hause kommen. Das RBZ Wirtschaft in Kiel, Finalort der vergangenen Jahre, sollte 2018 der Auftakt sein für unsere Tour durch die Republik mit vier regionalen Vorentscheidungen.

(v.l) Dennis Görlich (IfW), Willi Scholz (YES!) und Wolf Prieß (Joachim Herz Stiftung) begrüßten die Teilnehmer und erwarteten gespannt die Lösungsideen. Foto: (c) YES!

Neun Teams haben die anstrengende Arbeitsphase seit dem Kick-off vor einigen Monaten nicht nur durchgehalten, sondern sie haben uns allesamt wieder vor Augen geführt, wie viel Ideenreichtum in ihnen steckt. Chapeau!

Erstmal geht’s ums Essen

Beim Thema der ersten beiden Teams ging es um umweltfreundlichere Produktion und Konsum von Lebensmitteln.  Die Richard-Hallmann-Schule Trappenkamp machte den Anfang. Ihre Idee: Bedürftige Menschen sollen sich über eine App informieren können, wenn in Supermärkten fast abgelaufene Ware reduziert angeboten wird. So könnten sie Geld sparen und es würde weniger Lebensmittel weggeworfen werden.

Um Supermärkte ging es auch für die Anne-Frank-Schule Bargteheide, insbesondere um die Verpackung an der Frischtheke. Um den Plastikmüll zu vermeiden, könnte es eine Pfand-Box geben, die dann wie Einwegplastikflaschen wieder zurückgebracht werden können. Der Vorteil: Das Pfandsystem existiert bereits und müsste nur erweitert werden  –  weniger Müll, Recycling, mehr Umweltschutz.

Die Präsentation des Teams Heinrich-Heine-Gymnasium Hamburg überzeugte die anderen Teilnehmer. Foto: (c) YES!

Die dritte Lösung des Tages widmete sich einem ganz anderen Thema: Wie kann man es schaffen, dass sich Fortschritt in Entwicklungsländern mit dem Klimaschutz verträgt? Das Team des Gymnasiums Brunsbüttel formulierte dafür einen ganz konkreten Ansatz. Um den CO2-Ausstoß in Indien zu verringern und gleichzeitig die Eisenbahnen verlässlicher und effizienter zu machen, baut das Team auf ein Konzept von modernen Zügen, die mit Wasserstoff angetrieben werden – ohne CO2 zu produzieren.

Facebook – ein heißes Thema beim YES! 2018

Nach der Mittagspause standen die Teams  auf der Bühne, die sich mit dem Thema „Facebook – You are the product“ auseinandergesetzt hatten.  Ein Facebook-Premium-Account war die Lösung des Gymnasiums Altenholz – gegen eine Gebühr hat man als Nutzer die Möglichkeit, das Sammeln von Daten einzuschränken.

Was diese Daten genau sind, das wollte das Gymnasium Wellingdorf rausfinden. Ihre App „FACEME“ soll die eigenen Daten, die man als Nutzer von Facebook herunterladen kann,  so filtern und darstellen, dass man tatsächlich erkennen kann, was das soziale Netzwerk tatsächlich über einen selbst weiß.

Das Team des Carl-Maria-von-Weber Gymnasium Eutin diskutierte lebhaft mit ihrem Experten, Philipp Nimmermann, Staatssekretär im Finanzministerium Schleswig-Holstein, und natürlich auch mit den anderen Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Foto: (c) YES!

Dem Norden sind die Meere besonders nah

Anschließend ging es um unsere Ozeane und wie wir es schaffen können, diesen Lebensraum zu schützen. Und unterschiedlicher könnten die Ansätze fast nicht sein, die sich die Teams der Alexander-von-Humboldt Schule Neumünster und des Heinrich-Heine-Gymnasiums ausgedacht haben. Erstere hatten sich die noch jüngere Generation als Zielgruppe ausgeschaut, um mit einem Kinderbuch darüber zu informieren, wie man die Meere bewahren kann.

Die Hamburger hingegen hatten Produkte im Auge, die Mikroplastik enthalten. Ihr Vorschlag: Ein EU-weites Label, das Produkte entsprechend kennzeichnet – und die Hersteller dadurch zu einem Verzicht von Mikroplastik bewegen soll.

Die beiden letzten Gruppen des Tages kamen vom Carl-Maria-von-Weber Gymnasium Eutin und vom Helene-Lange-Gymnasium Rendsburg. Nudging war das Thema für die Eutiner, im Speziellen ging es um Erste Hilfe. Mit einer Art Siegel möchten sie Schulen dazu anstoßen, schon Schülerinnen und Schülern über das Thema zu informieren und vor allem die Angst zu nehmen, in Notfallsituationen möglicherweise falsch oder gar nicht zu handeln.

Ins finanzielle Detail ging das Team aus Rendsburg. Die Fragestellung, warum in Deutschland so wenige Menschen Aktien besitzen, beantworteten sie mit dem Konzept einer Plattform, auf der jungen Menschen der Kauf und die Handhabung von Aktien genauer erklärt wird und sie spielerisch sich dem Thema nähern können.

In diesem Jahr, mit vier regionalen Vorentscheiden, war es natürlich auch eine harte Sache, als alle Teams dann über ihre Favoriten abstimmten. Es dürfen aus jeder Region ja nur 3 Teams am Finale teilnehmen. Jeder hatte sich ins Zeug gelegt und bei so mancher Idee haben wir viel Potenzial gesehen.

Aber die Entscheidungen treffen die Jugendlichen selbst beim YES! – und so gingen die Lösung aus Hamburg, Eutin und Neumünster aus der Abstimmung mit den meisten Punkten hervor.

Vielen Dank an alle Teams, die mitgemacht haben. Das hat euch hoffentlich genauso viel Spaß gemacht wie uns.

Wir freuen uns auf ein Wiedersehen mit den drei Gewinnerteams aus dem Norden beim Bundesfinale im September. Aber jetzt heißt es erstmal wieder alles zusammenpacken und auf nach Berlin zum nächsten Regionalfinale.

Euer YES!-Team

2018-06-13T12:06:09+00:00