Ein Anstoß zum nachhaltigen Konsum

Unterstützt durch unseren wissenschaftlichen Partner IfW – Institut für Weltwirtschaft in Kiel und der Forscherin Christine Merk.

Der Lebensstil in den Industriestaaten ist nicht nachhaltig: Ressourcen sind erschöpft, die Umwelt geschädigt und die globale Erwärmung steigt weiter an. Das ist eine Bedrohung des Wohlergehens der jetzigen und zukünftigen Generationen. Einen nachhaltigen Konsum zu fördern ist somit zu einer wichtigen Aufgabe geworden, um die Nachhaltigkeitsziele (Sustainable Development Goals SDG) der U.N. zu erreichen.

 

Der Lebensstil kann zum Beispiel nachhaltiger werden, wenn Müll reduziert wird, weniger fossile Brennstoffe verbrannt werden oder weniger Fleisch konsumiert wird.

 

Das Problem ist vielfältig. Um es zu lösen, bedarf es neuen Ansätzen. Klassische, ökonomische Methoden wie die Besteuerung von Müll, dem Verbrauch von Ressourcen oder Umweltverschmutzung werden oft nicht eingesetzt, weil sie politisch unpopulär sind. Subventionen sind kostspielig und kein effizientes Werkzeug, um das Verhalten zu beeinflussen. Und selbst wenn Menschen bewusster konsumieren möchten, ist es schwierig für sie aus alten Gewohnheitsmustern auszubrechen und ihr Verhalten gegenüber früher und ihrer Umwelt zu verändern. Die Herausforderung ist es, Konsumgewohnheiten zu ändern, die tief in unserem Gehirn und der Gesellschaft verwurzelt sind.

 

Ökonomen haben aber seit geraumer Zeit ein Phänomen aus der Psychologie aufgegriffen, in dem das Verhalten der Menschen durch sogenanntes „Anschubsen“ verändert werden kann. Diese Anstöße (Nudges) können zum Beispiel eine andere Reihenfolge in der Präsentation von Dingen sein oder bei der Auswahl von vorgegebenen Optionen, wenn man etwas einkauft. Darüber hinaus ist die Strukturierung von komplexen Informationen hilfreich, um die Verständlichkeit zu erhöhen. Oder auch ein Feedback zum Verhalten der Menschen kann sich positiv auswirken.

 

Erfolgreiche „Anstöße“ sind zum Beispiel

 

  • wenn ein Flug gebucht wird, sollte die Ausgleichszahlung für die Treibgas-Emissionen des Fluges als Standardeinstellung gesetzt werden. Fluggäste müssten aktiv werden und diese Zahlung bei der Buchung deaktivieren
  • Haushalte über ihren Energieverbrauch im Vergleich zu ihren Nachbarn zu informieren
  • Am Geldautomaten sollte die Karte vor dem Geld ausgeworfen werden, damit man sie nicht dort vergisst

 

 

 

Wer ist für die Veränderung unseres Konsumverhaltens verantwortlich? Warum sind Steuern so unpopulär? Wer hat ein Interesse an einem Konsummuster, das nicht nachhaltig ist? Wie kann man das Thema in der Öffentlichkeit besser voranbringen? Wie können diese Anstöße helfen, dass Menschen nachhaltiger leben, also weniger Müll und weniger Treibhausgase produzieren. Wie können sie weniger Ressourcen benutzen? Wie lässt sich die Aufmerksamkeit steigern?

YES! Teams

 

Logo Alexander-von-Humboldt-Schule Gymnasium Neumünster
Logo Heinrich-Heine-Gymnasium Hamburg

Das Thema “Ein Anstoß zum nachhaltigen Konsum” kann durch die YES! Teams der Region Nord als YES! 2017 Thema ausgewählt werden.

 

 

Das YES! 2017 Thema wurde durch die Teams der Alexander-von-Humboldt-Schule Neumünster und des Heinrich-Heine-Gymnasium Hamburg ausgewählt.

 

Das YES! 2017 Team der Alexander-von-Humboldt-Schule Neumünster stellt sich hier vor. Das Team des Heinrich-Heine-Gymnasium Hamburg können Sie hier kennenlernen.

Wissenschaftlicher Partner

 

Das Thema “Ein Anstoß zum nachhaltigen Konsum” wurde von Forschern des IfW – Institut für Weltwirtschaft in Kiel vorgeschlagen. Die YES! Teams werden beraten durch die Forscherin Christine Merk.

Träger

Das YES! – Young Economic Summit ist ein gemeinsames Projekt der ZBW – Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft aus Kiel und der Joachim Herz Stiftung aus Hamburg.

 

Die ZBW ist das weltweit größte Informationszentrum für wirtschaftswissenschaftliche Literatur und bestens aufgestellt, um Schülerinnen und Schülern Informationskompetenz zu vermitteln und mit Information zu versorgen.

 

Die Joachim Herz Stiftung ist wirtschaftlich unabhängig und politisch neutral. Sie verfügt über große Erfahrung bei der Konzeption und Durchführung von Projekten für junge Menschen, gerade im Bereich der ökonomischen Bildung.

Logo Joachim Herz Stiftung

Kontakt

Laura Bickel
Projektmanagerin
t: +49 (0) 431 8814 359
e: l.bickel@zbw.eu

Portrait Kai Meinke

Kai Meinke
Projektmanager
t: +49 (0) 431 8814 643
e: k.meinke@zbw.eu

Bildmaterial (von oben nach unten): (c) shutterstock.com / patpitchaya, (c) IfW – Institut für Weltwirtschaft Kiel, (c) shutterstock.com / patpitchaya, (c) ZBW – Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft, (c) Joachim Herz Stiftung.